Description
Im Gesundheitsrecht wirken Normalitätsvorstellungen fort, die nicht immer mit medizinischen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Lebenswirklichkeiten übereinstimmen. Die geschlechtersensible Medizin weist seit Langem darauf hin, dass Krankheitssymptome und Therapiewirkungen variieren können, was auch das Leistungsrecht der gesetzlichen Krankenversicherung vor Herausforderungen stellt. Hinzu treten Fragen der Geschlechtervarianz, insbesondere zur Regelung von Ansprüchen auf körperverändernde medizinische Maßnahmen. Auch das Recht der assistierten Reproduktion ist von Normalitätsannahmen geprägt und wirft im Lichte reproduktiver Rechte neue Bewertungsfragen auf. Der Sammelband versammelt interdisziplinäre Beiträge einer Tagung des INEGES.



