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Description
Nachts, umstellt von nichts als sich selbst und den Gedanken im Kopf, die sich strecken und drehen wie die Kinder im Bett, fasst das Ich in Silke Scheffels poetischem Essay den Entschluss, nicht mehr zu schlafen - nicht aus Trotz oder Resignation, sondern um das Zweifeln zuzulassen, um ihm Raum zu geben, um im Zwiegespräch mit sich und der Welt den Rissen und Narben im eigenen Körper und in der Gesellschaft nachzuspüren. Fester Grund und eindeutige Antworten sind in der Dunkelheit, wo nicht ständig etwas drängt und überfordert, Aufmerksamkeit einfordert, zwar nicht zu finden. Dafür aber vielleicht »ein Rand, eine hoffnungsvolle Einfassung, die vor völliger Auflösung schützt«. dann lange zu sich sprechen, Nacht ist eine vielstimmige Betrachtung von Schmerz und Scham, Angst und Überforderung, eine Klage und Anklage, eine zärtliche Erlaubnis zur eigenen Schwäche und Brüchigkeit, vielleicht sogar eine erste hoffnungsvolle Bewegung aus einem lähmenden Stillstand heraus, den wir Gegenwart nennen.
Silke Scheffel, 1986 in Konstanz geboren, schreibt Texte zwischen Lyrik und Essay, zwischen einem »Sprach- Tasten« und »einer entwaffnenden Direktheit der Bilderwelten« (Markus Orths). 2023 erschien ihr erster Lyrikband bitte Umgebung! im Isar Ufer Verlag München, 2024 erschien und blühen im Garten nach innen im SUKULTUR Verlag Berlin. 2025 wurde sie im Rahmen des 27. Autorentreffens, Irseer Pegasus, mit dem Jurypreis ausgezeichnet und erhielt im selben Jahr den Edit Essaypreis.



