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Description
In der Geschichte der Metaphysik ist die Ontologie immer als »Lehre vom Sein« betrachtet worden - obgleich diese nur das Sein des Seienden bedacht hat. Was es für das Sein ist, Sein zu sein, wurde bislang nie grundlegend untersucht. Daher tritt hier an die Stelle einer Onto-logie eine Einai-logie, die - dem griechischen Ursprung des Seins (__ni__) folgend - die in sich dynamische Subsitution des Gegebenen durch das Intendierte vertritt.
Irgendwiesein beschreibt dieses Verhältnis als eine intentionale (Be-)deutung von Wirklichkeit, in der die Figurationen dessen, was »ist« in ein Panorama des »seins als« aufgelöst werden. Ausgehend von einem radikalen Bruch mit Platonismus und Aristotlelismus in der Frage, wie sich Realität verstehen lassen sollte, greift Irgendwiesein auf ein an Duns Scotus, Leibniz und Wittgenstein orientiertes Motiv auf, in dem die Individualität der Erscheinung nicht dem Verdikt des Irrtums unterliegt, sondern die Brücke zu einer neuen Interpretation des Seins als Sein seines Seins in Form von »Bedeutung« öffnet.
Sebastian Lalla hat Philosophie, Katholische Theologie und Allgemeine Linguistik an den Universitäten Passau und Berlin (FU) studiert. Die Promotion erfolgte 2001 zur Philosophie von Bartholomäus Arnoldi von Usingen als eine Rekonstruktion eines ontologischen Nominalismus. Neben einem historischen Schwerpunkt auf Mittelalter und frühes 20. Jahrhundert hat Sebastian Lalla sich während der Assistenz am Lehrstuhl Prof. Schmidt-Biggemann im Bereich Metaphysik spezialisiert, 2006 erschien die Untersuchung Nichtsein - eine Metaphysik der Intentionalität und mit einer Arbeit zur Ethik in der Österreichischen Philosophie um die Jahrhundertwende wurde Sebastian Lalla 2007 an der FU Berlin habilitiert. Nach mehreren Lehrstuhlvertretungen und einer Forschungsstelle zur Kritischen Edition der Hans-Jonas-Gesamtausgabe, lehrt und forscht Sebastian Lalla seit 2012 als Gastprofessor an der Staatlichen Universität der Mongolei in Ulaanbaatar (am Department für Philosophie und Religionsstudien sowie an der Juristischen Fakultät).
Seit 2021 ist Sebastian Lalla zudem Honorarprofessor an der Universität der Künste der Mongolei. Schwerpunkte seines Denkens sind Metaphysik (mit einem Fokus auf Ontologie und der Korrelation von Philosophie und Theologie), Politische Philosophie (vor allem in der liberalen und libertären Diskurstradition nach Rawls) und die Philosophie des Mittelalters (mit besonderer Beachtung der scotischen Position). Aktuelle Forschungsvorhaben zu einer »Theorie der Ungerechtigkeit« und »Philosophie des Jugendstils« sowie perspektivisch einer abschließenden Fortsetzung des Themas »Sein des Seins« als dritter Band der Trilogie von »Nichtsein-Irgendwiesein-Überhauptsein«.



