Verlag für Regionalgeschichte77 : Ein westfälischer Jude in der preußischen Armee : Isaac Löwenstein aus Rietberg-Neuenkirchen und sein Tagebuch 1821-1823 (Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh)

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Verlag für Regionalgeschichte77 : Ein westfälischer Jude in der preußischen Armee : Isaac Löwenstein aus Rietberg-Neuenkirchen und sein Tagebuch 1821-1823 (Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh)

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783739512464

Description

Isaac Löwenstein (1791-1871) wurde im Oktober 1820 zum Militärdienst in der preußischen Armee einberufen. Im März 1821 wanderte er zur Bundesfestung Luxemburg. In seinem Tagebuch beschreibt er diesen Fußmarsch, seine Dienstzeit im preussischen Heer und die Rückreise nach Neuenkirchen im Oktober 1823. Das Dokument ist das faszinierende Zeugnis eines jungen jüdischen Mannes, der eine für ihn neue Welt entdeckt. Voller Neugier beschreibt er Land und Leute und den Alltag in der preußischen Armee. Das Tagebuch führt aber auch immer wieder zurück in seine Heimat: zu seiner Familie und zur jüdischen Gemeinde in Neuenkirchen. Isaac Löwenstein (geboren 18.10.1791, gestorben 14.12.1871 in Neuenkirchen, heute Rietberg) wurde im Oktober 1820 zum Militärdienst in der preußischen Armee einberufen. Im März 1821 wanderte er mit anderen Rekruten 23 Tage von Bielefeld zur Bundesfestung Luxemburg. In seinem Tagebuch beschreibt er diesen Fußmarsch, seine Dienstzeit im preussischen Heer und die Rückreise nach Hause im Oktober 1823.Das von Nachfahren an das Leo Baeck Institut (New York) übergebene Dokument ist das faszinierende Zeugnis eines jungen jüdischen Mannes, der eine für ihn neue Welt entdeckt. Voller Neugier beschreibt er Land und Leute und den Alltag in der preußischen Armee. Das Tagebuch führt aber auch immer wieder zurück in seine Heimat: zu seiner Familie und zur jüdischen Gemeinde in Neuenkirchen.Die Herausgeber binden Löwensteins Tagebuch und seine späteren Notizbücher in die zeitgenössischen Entwicklungen und Diskussionen ein. Es geht um die Entfaltung der Persönlichkeit eines jungen Mannes und es geht um deutsch-jüdische Identitäten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.http://www.regionalgeschichte.de/detailview?no=1246 Ralf Othengrafen: Vorwort - 9Marion Kant / Jonathan Steinberg: Einleitung - 11Marion Kant: Das Tagebuch - 17Juden in der preußischen Armee / Die Reise beginnt / Westfalen-Rheinland-Luxemburg / Die Familie / Die jüdischen Gemeinden / Bundesfestung Luxemburg / Jüdisch, Preußisch, DeutschIsaac Löwenstein: Tagebuch - 109Von Bielefeld nach Soest / Von Soest bis Dortmund / Von Dortmund nach Köln / Von Mülheim nach Andernach / Von Andernach nach Hontheim / Von Hontheim nach Luxemburg / In der Bundesfestung / RückmarschMarion Kant: Die Notizbücher - 195Die Notizbücher / Die Sprache / Der Inhalt / Texte zu Isaac Löwenstein / Liturgisch-religiöse Texte / Freundschaft, Ehre und Liebe / Poetische Vorbilder / Frauen und SexualitätIsaac Löwenstein: Die Notizbücher I und II - 273Manfred Beine: Die Rietberger Familie Löwenstein im 19. und 20. Jahrhundert - 333Ruben Löwenstein und Selig Levi Porta / Simon Porta auf der Walz / Isaac Löwenstein / Michael Löwenstein / Das Ende der Synagogengemeinde Neuenkirchen / StolpersteineQuellen- und Literaturverzeichnis - 405Ortsregister - 423 / Personenregister - 428 Manfred Beine, geboren 1955 in Marienfeld, studierte Germanistik und Sozialwissenschaften in Münster. Von 1987 bis 2020 leitete er das Stadtarchiv Rietberg, seit 2003 auch die dortige Stadtbibliothek. Veröffentlichungen zur Orts- und Regionalgeschichte, u.a.: 400 Jahre Schloss Holte (2017), Josef Küper. Vormarsch 1914. Ein Antikriegsroman (2018), Sakrale Kunst in Rietberg (2018). Dr. Marion Kant, geboren 1951 in Berlin, studierte Musikwissenschaft und Ästhetik in Berlin. Unterrichtete an der University of Cambridge und der University of Pennsylvania. Veröffentlichungen zur Kulturgeschichte, u.a.: Jean Weidts Erinnerungen (1984), Tanz unterm Hakenkreuz (1996, Englisch 2004), The Cambridge Companion to Ballet (2007). Ralf Othengrafen, M.A., geboren 1977 in Minden, studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Germanistik in Bonn, Diplomarchivar am Landesarchiv Baden-Württemberg. Seit 2011 leitet er das Kreisarchiv Gütersloh. Veröffentlichungen zur Orts- und Regionalgeschichte, u.a.: Die Spanische Grippe im Jahr 1918/1919 im Kreis Gütersloh (2021) Prof. Dr. Jonathan Steinberg, geboren 1934 in New York, gestorben 2021 in Cambridge. Studierte an der Harvard University. Professor an der University of Pennsylvania. Veröffentlichungen zur europäischen Geschichte, u.a.: Tirpitz and the Birth of the German Battle Fleet (1965); Why Switzerland? (1976), Die Deutsche Bank und ihre Goldtransaktionen im Zweiten Weltkrieg (1999), The Axis and the Holocaust (2002), Bismarck. A Life (2011). Isaac Löwensteins, ein jüdischer Bürger aus Rietberg-Neuenkirchen, wurde als einer der ersten Juden 1820 zum preußischen Militärdienst einberufen, den er auf der Bundesfestung Luxemburg absolvierte. Sein Tagebuch und seine im im Leo Baeck-Institut in New York aufbewahrten Notizbücher werden von der Musikwissenschaftlerin Marion Kant ausgewertet. Manfred Beines exzellente Kenntnisse der Neuenkirchener Juden führen hin zur Geschichte der Familie Löwenstein im 19. und 20. Jahrhundert. Isaac Löwenstein berichtet uns aus einer ruhigen Friedenssituation heraus, in die er jedoch nur durch eine erst kurz zuvor eingeführte Emanzipationspolitik kommen konnte: als Jude der preußischen Staatsbürgerpflicht des Militärdienstes nachzukommen. Dies geschah in Luxemburg, worüber er einschließlich des An- und Abmarsches zwischen 1821 und 1823 auf mehr als hundert Seiten berichtet. Das hohe Maß an Bildung, das ihm in seinem Heimatort Neuenkirchen zuteil geworden war, machten es möglich, so akribisch und detailreich zu berichten. Der Quelle als ein örtlicher Glücksfall kommt damit eine größere Bedeutung zu: als Reisebericht mit vielen zeitgenössischen Ansichten der durchwanderten Orte, als Einblick in den aktiven preußischen Militärdienst und als Milieustudie am Beginn eines Emanzipationsprozesses, der mit dem sogenannten modernen Antisemitismus im deutschen Kaiserreich 50 Jahre später bereits wieder endete. Rolf Westheider, in: Heimatjahrbuch Kreis Gütersloh 39, 2022 (11.2021)

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