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Description
Von 1820 bis 1840 wurden die heutigen Nachbarstädte Dorsten und Marl von Dorstens erstem preußischen Bürgermeister Franz Luck verwaltet. Auf Veranlassung der Regierung in Münster erstellte Luck eine detaillierte Dokumentation der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Stadt und des Kirchspiels Dorsten sowie der Kirchspiele Hamm, Marl und Polsum. Diese faszinierende Quelle ermöglicht einen genauen Einblick in das Alltagsleben unserer Vorfahren. Im Jahre 1815 fielen das Vest Recklinghausen und damit auch die Stadt Dorsten an Preußen. Im September 1817 forderte die Königliche Regierung zu Münster die Bürgermeister ihres Regierungsbezirks dazu auf, »vaterländische Chroniken« zu führen. Diese Chroniken sollten (u.a.) Angaben zur Geschichte der jeweiligen Bürgermeisterei, ferner genaue Nachrichten über Eheschließungen, Geburten, Todesfälle, Religionsverhältnisse, Gewerbeverhältnisse, Armenfürsorge, öffentliche Ausgaben, Polizei und Feuerwehr enthalten. Da die Regierung die Zuständigkeit des Bürgermeisters der Stadt und des Kirchspiels Dorsten 1820 auf die damaligen Landgemeinden (Alt)Marl, Hamm und Polsum ausdehnte, musste er seitdem auch diese Gemeinen in seiner Chronik berücksichtigen, die bis 1841 geführt wurde. Die damaligen Bürgermeister Gahlen und Luck hinterließen eine wichtige Quelle zur Sozial- bzw. Alltagsgeschichte der heutigen Nachbarstädte Dorsten und Marl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Grußworte - 9A. Vorbemerkungen - 131. Dorsten und Marl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - 152. Die Entstehung der Bürgermeister-Chronik - 213. Die Überlieferung der Chronik - 294. Anmerkungen zur Edition - 33B. Edition - 35Chronik der Stadt und Bürgermeisterey Dorsten - 41I. Erste Periode bis 1806 - 41I. Einleitung - 41II.a. Die ältere Geschichte bis 1800 resp. 1815 - 43Einschub: Urteil gegen den "Menschenfresser" Wahmann - 59II. Zweite Periode. Anfang 1806 - 65Verfügung der Regierung Münster, 5. September 1817 - 65II.b. Die neuere Geschichte von 1800 bis 1832 - 67Jahreschroniken- 1822 - 77- 1823 - 87- 1824 - 99- 1825 - 107- 1826 - 115- 1827 - 123- 1828 - 131- 1829 - 137- 1830 - 145- 1831 - 153- 1832 - 161III. Statistik oder die politische Gestaltung des Orts, nach der Ankündigung ihres inneren und äußeren Lebens im Kreise der Gegenwart - 169IV. Gemeindewesen - 179V. Kirchenwesen - 200VI. Schulwesen - 205VII. Armenwesen - 211VIII. Polizeiwesen - 215IX. Öffentliche Abgaben - 221X. Justizpflege - 223XI. Gewerbeverhältnisse und Verkehr - 225XII. Militärische Verhältnisse - 229XIII. Vermischte Gegenstände - 231Materialien zur Chronik der Pfarrey Marl - 235C. Anhang - 239KartenUrkarte Dorsten Stadt- und Landgemeinde von 1823 - 241 / Urkarte Maerl von 1824 - 243 / Urkarte Polsum von 1823 - 245 / Urkarte Hamm von 1823 - 247 / 18151861 Preußen nach dem Wiener Kongreß - 249Abbildungsverzeichnis - 251 / Glossar - 253 statt der Herausgeber steht hier das stark gekürzte InhaltsverzeichnisDorsten und Marl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - 15Die Bürgermeister-Chronik - 21Chronik der Stadt und Bürgermeisterey Dorsten - 41bis 1806 - 41von 1800 bis 1832Jahreschroniken: 1822 - 77 / 1823 - 87 / 1824 - 99 / 1825 - 107 / 1826 - 115 / 1827 - 123 / 1828 - 131 / 1829 - 137 / 1830 - 145 / 1831 - 153 / 1832 - 161Statistik - 169Gemeindewesen - 179Kirchenwesen - 200Schulwesen - 205Armenwesen - 211Polizeiwesen - 215Öffentliche Abgaben - 221Justizpflege - 223Gewerbeverhältnisse und Verkehr - 225Militärische Verhältnisse - 229Vermischte Gegenstände - 231Karten - 241 Stadt- und Bürgermeisterchroniken des frühen 19. Jahrhunderts sind eine vergleichsweise wenig bekannte und vielfach unterschätzte Quelle, berichten sie doch meist 'nur' von der nach-napoleonischen Epoche, die gemeinhin als innen- wie außenpolitisch befriedet, restaurativ konsolidiert und wenig ereignisreich gilt. Zu berichten ist von einer mustergültigen, auch komplexe Tabellenformate meisternden Quellenedition. Zunächst beschreiben die Herausgeber die komplexen, ursprünglich in diversen Kladden formierten Entstehungsstufen dieser Chronik bis hin zu den redaktionellen und kompositorischen Schwierigkeiten ihrer Rein- und Niederschrift, die eine präsentable, d.h. den Erfordernissen des Landrates zufriedenstellende Fertigstellung um Jahre verzögerte. Die Erfordernisse einer paläographisch akribischen, d.h. archivalisch-buchstabengetreuen Textedition werden genauso berücksichtigt wie pragmatische Nutzerinteressen moderner Leser. Neben einer Unzahl von kleinteiligen Daten, Zahlen und Fakten über Dorsten und Umgebung stößt man immer wieder auf höchst wissenswerte Vorgänge und Sachverhalte, die überregionale Bezüge ermöglichen und großräumige, ja sogar kontinentale Zusammenhänge sichtbar machen Das Editorenteam stellt damit die Erforschung der Dorstener Stadtgeschichte, die man nun von Begin des 19. Jahrhunderts bis in die 1830er Jahre quasi in amtlichen Originaltönen und behördlich generiertem Zahlenwerk verfolgen kann, auf ganz neue Grundlagen. Wegweisend ist dabei die wissenschaftliche Kooperation zwischen Stadtarchiv und Heimatverein, die ein Musterbeispiel für moderne citizen science darstellt. Vielleicht hätte neben dem vorhandenen Glossar historischer Fachbegriffe noch ein Schlagwortregister die Publikation perfekt abschließen können, nichtsdestoweniger ist das vorliegende Editionswerk in jeder Hinsicht vorbildlich für ähnlich gelagerte Projekte in Westfalen. Matthias Kordes, in: Vestische Zeitschrift 107, 2018/19 www.voh-dorsten.de/pages/lesetipps-buecher/chronik-der-stadt-dorsten.php



