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Description
Im Jahr 1859 wurde am Kasseler Hoftheater eine Zauberposse mit Gesang aufgeführt: Herkules oder Ambos und Aktien. Verfasser waren zwei früh verstorbene Theatermänner des 19. Jahrhunderts: der Schauspieler Julius Braunhofer (1829-1867) und der Journalist, Theatersekretär und -historiker Wilhelm Lynker (auch: Lyncker) (1831-1862). Braunhofer wirkte zehn Jahre am Hoftheater in Kassel, der Heimatstadt Lynkers. In dieser Zeit verfassten sie gemeinsam die hier neu edierte Herkules-Posse im Stile der österreichischen Zauberspiele Ferdinand Raimunds. Wiener Volkstheater auf Hessisch: Wie in Wien treffen auch in Kassel zwei Welten aufeinander, eine magische Zauberwelt und eine schnöde Alltagswirklichkeit. Ein wichtiger Schauplatz ist der dabei die Kasseler Wilhelmshöhe, dominiert von der spätbarocken Herkules-Statue.Die Alltagswirklichkeit, in die dann magische Wesen eingreifen, dreht sich um Handwerk und Handel - um "Ambos und Actien" -und um verschiedene Heiratsabsichten. Lynker/Braunhofer positionieren sich dabei eindeutig: gegen den windigen, betrügerischen Aktienhandel, für das solide, ehrliche Handwerk.Die Dialoge und Liedtexte der Herkules-Posse, die von seichtem Humor über bissige Satire bis zu flotter Situationskomik reichen, können noch heute unterhalten. Zugleich bieten sie einen sehr interessanten Einblick in zeithistorische Verhältnisse Mitte des19. Jahrhunderts. Dies betrifft nicht nur Aspekte wie Stadtkultur und Tourismus, sondern auch und vor allem Ökonomie und Berufsstände.



