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Description
(Short description)
"Das Ich in dieser Gefängniszelle der Welt, der Sprache und des Körpers wehr sich trotz der Ausweglosigkeit der Situation gegen die Zumutungen der Existenz." Wöll
(Text)
Rezension (Auszug):
Eric Witte schreibt in der langen Tradition der deutschen Balladendichtung und stellt sich auch ganz bewusst in die Tradition von Schiller und Goethe. Romantische Themen und Topoi, wie beispielsweise Dämonen im tiefen Wald, werden aufgenommen und auch in durchweg klassischer Versform verarbeitet. Die kurzen Verse und der voranstrebende Rhythmus machen die Gedichte auch zu einer idealen Vorlage für Vertonungen.
Im Vorwort wird die individuelle Wahrheit der Welterfahrung den vermeintlich allgemeingültigen Wahrheiten der Masse entgegengesetzt, die ihre Normen als verbürgte "Wahrheiten" ausgibt, obgleich es sich doch aus subjektiver Perspektive um "Lügen" handelt.
...
Die Ballade "Kleine Fenster zittern" ist vom Duktus und Rhythmus her nahezu wie in Kinderreimen geschrieben, wodurch der Text besonders stark im Gedächtnis haften bleibt. ... Das Motiv eines Teufelspaktes ist nicht nur aus Goethes "Faust" bekannt, sondern besonders auch in den sogenannten Volksballaden sehr beliebt, .... Von dem berühmten "Brander Kasper" kennen wir das Motiv, mit dem Teufel um seine Seele zu verhandeln und dabei das Gegenüber hinter's Licht führen zu wollen, wobei in der vorliegenden Ballade eindeutig der Teufel als der moralische Sieger hervorgeht.
Die letzte der großen Langballaden, "Jede Nacht", ... lebt vom Motiv des Feuers in der Dunkelheit, in der das lyrische Ich in einer Art Fieberwahn diese Themen in einer schicksalhaften Begegnung durchlebt.
Das Gedicht "Herz in Ketten" als Nachwort schlägt den Kreis zum Vorwort .... Das Ich in dieser Gefängniszelle der Welt, der Sprache und des Körpers wehr sich trotz der Ausweglosigkeit der Situation gegen die Zumutungen der Existenz. Alle Balladen leben von dieser existentiellen Spannung, die Rainer Maria Rilke mit seiner berühmten Chiffre als "Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens" nennt.
Prof. Dr. Alexander Wöll
vollständige Rezension und Information zum Rezensenten siehe unten



