Description
Im Herbst 1890 zog Rudolf Steiner mit der Hoffnung, durch seine Mitarbeit an der Sophien-Ausgabe Goethes Wissenschaftsansatz stärker in der Kultur verankern zu können, nach Weimar. Dass sich diese Hoffnung nicht erfüllte, blieb nicht die einzige Enttäuschung, die ihn in der «Stadt der klassischen Mumien» erwartete. Der Zwiespalt zwischen seinem inneren und äußeren Leben wurde immer stärker. Trotz seines vielseitigen und fröhlichen Verkehrs in den Weimarer Künstler- und Gelehrtenkreisen wuchs sein Einsamkeitsgefühl. Und doch beinhalten Rudolf Steiners sieben Jahre in Weimar wesentliche Begegnungen und geistige Erlebnisse in Hinblick auf seine weitere Entwicklung.Der vorliegende Band über Rudolf Steiners Weimarer Zeit ist die Fortsetzung der Bände «Rudolf Steiner. Kindheit und Jugend. 1861-1884» sowie «Rudolf Steiner. Die Wiener Jahre. 1884-1890». Wie diese enthält er eine Reihe neuer Materialien zu Rudolf Steiner und seinem Umkreis. Martina Maria Sam, geb. 1960 in Hornbach/Odw., studierte u. a. Soziologie, Eurythmie, Waldorfpädagogik, Germanistik und Kunstgeschichte. Sie war zwölf Jahre als Herausgeberin im Rahmen der Rudolf Steiner-Gesamtausgabe tätig und leitete danach zwölf Jahre die Sektion für schöne Wissenschaften am Goetheanum. Inzwischen ist sie freiberuflich als Vortragende und Autorin tätig. Zurzeit arbeitet sie in diversen Projekten über Eurythmie und an einer Publikation über die Bibliothek Rudolf Steiners.



