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Description
Acht europäische Migrations- und Fluchtforschende wagen sich in die Politik: Als Ausweg aus einer um sich selbst rotierenden, destruktiven Migrationsdebatte fragen sie nach der Zukunft des »Wir« in Europa. Basierend auf jahrzehntelanger empirischer und theoretischer Forschung stellen sie fest, dass zu den Themen Flucht, Grenzen und Asyl nicht allein Zuwanderung, sondern das politische System Europas, sein Selbstbild und seine Rolle auf der Weltbühne ausgehandelt werden. Sie stellen die Frage, wie Flucht nach und Ankommen in Europa so gestaltet werden können, dass unser Zusammenleben fairer, sicherer und demokratischer wird - und zwar für alle, die Europa ihre (alte oder neue) Heimat nennen. Nicht nur auf nationaler, auch auf europäischer Ebene ist das Zusammenleben in Gefahr, das Erosionsprozessen von innen und außen unterliegt.
Judith Kohlenberger ist Migrationsforscherin am Institut für Sozialpolitik der Wirtschaftsuniversität Wien, Senior Researcher am Österreichischen Institut für Internationale Politik (oiip) und Affiliated Policy Fellow am Jacques Delors Centre Berlin. Ihre Forschungsinteressen sind Flucht und Vertreibung, Integration von Geflüchteten in europäischen Aufnahmeländern (mit Fokus auf Bildung, Gesundheit und Geschlecht) und kulturelle Krisennarrative. Sie ist Mitglied des Integrationsrats der Stadt Wien, Mitherausgeberin der »Zeitschrift für Flucht- und Flüchtlingsforschung« und Host des Podcasts »Aufnahmebereit«. Ihre Arbeit wurde mit dem Kurt-Rothschild-Preis und dem Anas-Schakfeh-Preis für Verdienste im Bereich der Menschenrechte, der Demokratie und der Förderung der Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet. Ihr Buch »Das Fluchtparadox« war österreichisches Wissenschaftsbuch des Jahres 2023 und für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert.



