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Description
Am 2. Februar 1945 rettet die Bauernfamilie Reisinger einem sowjetischen Häftling das Leben, der aus dem KZ Mauthausen ausgebrochen ist, indem sie ihn in ihrer Scheune versteckt und so vor der Hetzmeute schützt. Siebzig Jahre später ist Paula eine der letzten Zeitzeuginnen dieser »Mühlviertler Hasenjagd« - und die bestimmende Person im Leben ihrer Enkelin Lisa.
Als Lisa ungeplant schwanger wird und Paula mit der Diagnose Demenz konfrontiert wird, gerät das Familiengefüge am Reisingerhof ins Wanken.
Was wird aus Erinnerung, wenn sie den letzten Zeitzeuginnen entgleitet? Anna Silber erzählt von starken Frauen, vom kollektiven Gedächtnis und von Vorbildern, die nach und nach verschwinden. Anna Silber wurde 1995 in Mödling geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie studierte Transkulturelle Kommunikation und Internationale Betriebswirtschaft. Zahlreiche Förderpreise und Stipendien. Ihr Debütroman »Chopinhof-Blues« erschien 2022 im Picus Verlag, 2023 »Das Meer von unten«.



