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Description
"Ich habe schon oft überlegt, dass es fein wäre, wenn die Künstler keine Menschen, sondern irgendwelche Maschinen wären, die man weder ölen noch reparieren muss und die ununterbrochen produzieren, uns zur Freude ... Auf die Art hätte man kein schlechtes Gewissen ..."
Mit "Krpans Stute" (1906) nahm Ivan Cankar vor 120 Jahren von Wien aus das heimische slowenische Kulturleben und seine Protagonisten aufs Korn.
Den ersten Teil dieses ungewöhnlichen und überraschend aktuellen Buches bilden satirische Essays, in denen der Autor am Beispiel der Theater-, Denkmal- und Festkultur zeigt, wie patriotische Anmaßung und kunstfeindlicher Populismus den öffentlichen Raum zum Schaden der slowenischen Kultur missbrauchen.
Die Erzählungen im zweiten Teil des Buches gehen über die Satiren hinaus, indem sie die Kritik an den "praktischen Verhältnissen" in der slowenischen Provinz zur Kritik an den Verhältnissen der Menschheit schlechthin verallgemeinern. In der Gegenüberstellung von politischer und poetischer Aussage thematisiert Cankar unter anderem die Frage, welche Rolle Kunst und Literatur im gesellschaftlichen Prozess spielen sollten und was sie an Kritik überhaupt zu leisten imstande sind. INHALT
Jubiläum
Krpans Stute
Studie über das Theater
Govekar und die Govekars
Zweierlei Wahrheit
Preseren
Anastasius von Schiwitz
Novellen
Auf der Insel
Eine unanständige Liebe
Im Frühling
Die letzten Tage des Stefan Poljanec
Nachwort
Anmerkungen
Quellen Ivan Cankar, geb. 1876 in Vrhnika (Oberlaibach), gest. 1918 in Ljubljana, war der bedeutendste und einflussreichste slowenische Autor der Moderne. Er lebte 1896 bis 1897 sowie 1899 bis 1909 in Wien und thematisierte das Leben in der Großstadt in einer Vielzahl von Erzählungen und Romanen. Als streitbarer Satiriker, Essayist und politischer Denker trat Cankar gegen intellektuellen Provinzialismus und politischen Opportunismus in jeglicher Form auf, was ihm immer wieder Anfeindungen von Seiten der Kritik, aber auch politische Repressalien von Seiten der österreichischen Behörden einbrachte. Erwin Köstler, geb. 1964, mehrfach ausgezeichneter Übersetzer slowenischer Literatur und Literaturwissenschaftler, lebt in Wien. Zu den von ihm übersetzten Klassikern gehören neben Ivan Cankar Vladimir Bartol, Slavko Grum, Srecko Kosovel, Prezihov Voranc und Vitomil Zupan. An zeitgenössischen Autorinnen und Autoren sind u.a. Franjo Francic, Drago Jancar, Mojca Kumerdej, Sebastijan Pregelj, Andrej Skubic und Breda Smolnikar zu nennen.



