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Description
Liberté, Égalité, Fraternité - kaum ein politisches Versprechen ist berühmter als das der französischen Republik. Doch dieses Versprechen war von Beginn an unvollständig. Frauen standen jahrzehntelang außerhalb der politischen Gemeinschaft, später am Rand ihrer Institutionen und bis heute oft im Schatten ihrer Strukturen.Dieses Buch erzählt die Geschichte der Emanzipation von Frauen in Frankreich als das, was sie tatsächlich ist: kein linearer Fortschritt, sondern ein konfliktreicher, widersprüchlicher und bis heute offener Prozess. Dessen Zukunft offen ist. Von der Französischen Revolution über das Frauenwahlrecht, die zweite feministische Welle und die großen Reformen des 20. Jahrhunderts bis zu aktuellen Debatten über Care-Arbeit, Gewalt, Migration, Digitalisierung und Demokratie zeichnet das Werk nach, wie Gleichstellung erkämpft, begrenzt, institutionalisiert - und immer wieder neu verhandelt wurde.Im Zentrum steht dabei eine klare These: Emanzipation ist keine Randfrage, keine Identitätspolitik und kein abgeschlossenes Projekt. Sie ist eine Infrastrukturfrage. Ob Frauen reale Freiheit besitzen, entscheidet sich im Arbeitsmarkt, im Sozialstaat, im Rechtssystem, in der Zeitverteilung, in der Gesundheitsversorgung und in der politischen Repräsentation - nicht allein in Gesetzen oder Symbolen.Mit analytischer Schärfe, historischer Tiefe und einem konsequent zukunftsorientierten Blick verbindet das Buch politische Theorie, Sozialwissenschaft, Rechtsanalyse und Zeitdiagnose. Es zeigt, warum der republikanische Universalismus zugleich Ressource und Hindernis der Gleichstellung war - und warum die Zukunft der französischen Demokratie untrennbar mit der Gleichstellung der Geschlechter verbunden ist.Bremen University Press hat seit 2005 über 5.500 Fachbücher in verschiedenen Sprachen publiziert.



