Methodische Konzepte für den Philosophie- und Ethikunterricht : Eine empirische Analyse zum Theorie-Praxis-Transfer (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)

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Methodische Konzepte für den Philosophie- und Ethikunterricht : Eine empirische Analyse zum Theorie-Praxis-Transfer (Philosophische Bildung in Schule und Hochschule)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783662737149

Full Description

Ob Bildung gelingt, entscheidet sich auch daran, in welcher Form Erkenntnisse der fachdidaktischen Forschung einen Weg in die Praxis finden. Diese im Open Access erscheinende empirische Studie untersucht erstmals systematisch, wie zentrale Konzepte der Philosophiedidaktik im Unterricht tatsächlich wirksam werden. Im Fokus stehen der kulturtechnische Ansatz von E. Martens, der wissenschaftsorientierte Ansatz von B. Bussmann sowie Formen der Unterrichtsphasierung. Auf Grundlage einer Inhaltsanalyse von Unterrichtsbeiträgen der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik aus den Jahren 2003 bis 2024 rekonstruiert die Studie, in welchen Ausprägungen diese fachdidaktischen Konzepte in den Vorstellungen philosophischen Unterrichts sichtbar werden.
Im Ergebnis zeigt sich, dass die Denkmethoden des kulturtechnischen Ansatzes in unterschiedlichem Maße Eingang in die Praxis finden. Die Förderung hermeneutischen Denkens ist in den allermeisten Unterrichtsbeiträgen vorhanden und steht am häufigsten im Zentrum der methodischen Konzeption. Phänomenologisches Denken wird demgegenüber selten forciert. Analytische, spekulative sowie dialektische Denkmethoden sind oft erkennbar, jedoch häufig nicht differenziert ausgearbeitet. Die Diversität der Methoden ist in späteren Beiträgen im Mittel höher. Spezifische Formen der Unterrichtsphasierung sind selten. Auch wesentliche Grundlagen des wissenschaftsorientierten Ansatzes sind mehrheitlich nicht erkennbar.
Diesen Befunden folgend besteht eine Lücke zwischen dem, was im akademischen Kontext theoretisch-konzeptionell für Unterricht entwickelt und praktisch für Unterricht vorgesehen wird. Dass die untersuchten philosophiedidaktischen Konzepte in weiten Teilen nicht als Elemente von Unterrichtskonzeption erkennbar sind, erweist sich als Problem der Förderung des Einsatzes philosophiedidaktischer Konzepte und damit als Problem des Theorie-Praxis-Transfers von Forschungserkenntnissen in die Unterrichtsrealität. Künftige Forschung sollte sich der weiteren Aufklärung des Theorie-Praxis-Transfers widmen und Wege zum Schließen der angesprochenen Lücke erkunden.

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