Full Description
Als Exekutivorgan des staatlichen Gewaltmonopols muss die Polizei Bürgernähe, Transparenz, aber auch die Durchsetzungskraft des Rechtsstaates in sich vereinen. Der Anspruch an die Polizeibeamtinnen und Beamten muss also sein, in ihrem dienstlichen Alltag individuelle Ansichten und Werte hinter ihren beamtenrechtlichen Pflichten und insbesondere dem Neutralitätsgebot zurückzustellen. Die eigene Identifikation mit unseren demokratischen Grundwerten ist dabei unerlässlich. Allerdings traten in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle von Diskriminierung durch Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zu Tage und legten die Befürchtung struktureller Probleme mit menschenfeindlichen Einstellungen nahe. Diese Arbeit beleuchtet deshalb die Einstellungen von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten mit Blick auf ihre politischen Überzeugungen, ihre Einstellung zu spezifischen Bevölkerungsgruppen und setzt diese ins Verhältnis zu möglichen Einflussfaktoren. Dazu gehören z.B. ihre Kontakterfahrungen im Umgang mit spezifischen Bevölkerungsgruppen und Merkmale der polizeilichen Arbeitswelt.
Contents
1. Einleitung.- 2. Theoretische Grundlage.- 3. Forschungsstand.- 4. Theoriegeleitetes Forschungsmodell.- 5. Methode.- 6. Stichprobenbeschreibung.- 7. Merkmale polizeilicher Arbeitswelt.- 8. Intergruppenkontakte.- 9. Einstellungen gegenüber der Organisation Polizei und Rollenverständnis.- 10. Politische Grundhaltungen.- 11. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Polizei.- 12. Neue Rechte Mentalitäten.- 13. Handlungsleitende Einstellungen.- 14. Resümee, Anknüpfungspunkte und Limitierungen.



