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Description
(Text)
Bis heute hat Anna Maria Jokl mit "Die Perlmutterfarbe", 2008 für das Kino verfilmt, Generationen von jungen Lesern begeistert. Als die Autorin den "Kinderroman für fast alle Leute" schrieb, befand sie sich bereits im Prager Exil, auf der Flucht vor den Nazis. "Geographisch registriert waren es sechs Leben, immer an jeweiligen Brennpunkten unserer Epoche", schrieb sie später: "Wien Berlin Prag London Berlin-Berlin Jerusalem". Der vorliegende Band folgt diesen Stationen und präsentiert erstmals autobiographische Aufzeichnungen der Schriftstellerin aus dem Nachlaß, unter anderem zu Begegnungen mit Johannes R. Becher, Albert Ehrenstein und Samuel Beckett. Zusammen mit bislang unveröffentlichten Erzählungen und Briefen verdichtet sich hier ein in seiner Unmittelbarkeit und Authentizität faszinierender Lebensbericht der Schriftstellerin. Jokl schreibt von Bildern und Begegnungen, von Flucht und Exil, von neuen Anfängen in Prag und Berlin, in London und Jerusalem, aber auch von der Shoah als irreversibler Zeitenwende. Das vielschichtige Werk einer Einzelnen tritt in diesem Band hervor, gerichtet gegen das Verstummen.
(Table of content)
Wie lange dauert eigentlich ein Leben?
Aufzeichnungen und Briefe
Berlin
Prag
London
Westberlin
Jerusalem
Literarisches und Essayistisches
Der Tierbändiger
Der Fremde
Das große Gepäck
Uranus
Der Rosetta-Stein
Die Wegweiser unserer Zeit
Die Deutung
München
Meta-Mathematik
Psalm 122
Kindheit
Begegnungen
Names dropping?
Begegnung mit einem alten Lehrer
John Heartfield
Ehrenstein - Becher
Rutengänger
Beckett
Zwei Buben
Bank
Ing. Bohumil Prikryl
Butch
Verstrickungen
Die wirklichen Wunder der Anna Maria Jokl
Die Sprache als das Beständige
Anhang
Editorische Notiz
Bildnachweis, Abkürzungen und Siglen
Quellenverzeichnis
Anmerkungen
Personenverzeichnis
Zeittafel
(Review)
»Pünktlich zu ihrem 100. Geburtstag ist nun im Jüdischen Verlag ein Band mit Material aus Jokls Nachlass erschienen: Aus sechs Leben. Versehen mit einem persönlichen Essay der Freundin Itta Shedletzky, Fotos und einem Nachwort der jungen Literaturwissenschaftlerin Jennifer Tharr. Autobiografisches Material, Kurzgeschichten und Briefe hat Tharr zusammengefügt, die das Bild Anna Maria Jokls deutlich erweitert.« Carsten Hueck Frankfurter Rundschau 20110122
(Author portrait)
Jokl, Anna MariaAnna Maria Jokl, 1911 in Wien geboren, lebte von 1965 bis zu ihrem Tod 2001 in Jerusalem. Die Perlmutterfarbe schrieb sie in den dreißiger Jahren im Prager Exil. Ihr Gesamtwerk wurde 1995 mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet.



