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Description
Wie kann das Individuum seine persönliche Identität in einer Welt verwirklichen, in der seine Identität zum Problem geworden ist? Der vorliegende Band untersucht diese Fragestellung anhand ausgewählter Romane von Siegfried Lenz und Michel Tournier.
Wie kann das Individuum seine persönliche Identität in einer Welt verwirklichen, in der seine Identität zum Problem geworden ist? Der vorliegende Band gibt zunächst einige theoretische Einblicke in das Problem der Identität und stellt anschließend eine transkulturelle Analyse der Romane Deutschstunde und Das Vorbild des deutschen Schriftstellers Siegfried Lenz sowie der Romane Freitag oder Im Schloss des Pazifik und Der Erlkönig des französischen Schriftstellers Michel Tournier vor.
Beide Autoren zeigen die Entwicklung ihrer Romangestalten dort auf, wo Identität entsteht, nämlich im gegenwärtigen Kontext der Interaktion und Kommunikation mit ihrer Lebenswelt. Bei Lenz versuchen die Romangestalten, sich in der sozialen Welt zu verwirklichen, indem sie sich mit einem Idealbild ihrer sozialen Rollen identifizieren. Es ist eine Welt des Logos. Bei Tournier verwirklichen sie sich abseits der sozialen Welt, indem sie sich mit ihrem individuellen Schicksal identifizieren, das in ihrer biologischen Natur eingeschrieben ist. Es ist eine Welt des Mythos.
So antagonistisch diese beiden Romanwelten auch erscheinen mögen, sie machen doch sichtbar, dass sich die Romangestalten stets mit einem Ideal ihrer selbst identifizieren. Dieses Ideal wird zum Modell und zur Triebkraft ihrer Handlungen und bedingt die Konstruktion ihrer persönlichen Identität.
I. Einführung: Theoretische Ansätze zur Frage nach der persönlichen Identität - II. Persönliche Identität und soziale Rollen in den Romanen von Siegfried Lenz - III. Die persönliche Identität und die Konstruktion des individuellen Schicksals in den Romanen von Michel Tournier - IV Schlussfolgerung
Elfie Poulain hat in vergleichender Literaturwissenschaft promoviert (Universität Montréal/Kanada) und ist emeritierte Professorin für deutsche Sprache und Literatur der Universität Lille III/Frankreich.
Sie hat u.a. veröffentlicht La recherche de l'identité sociale dans l'oeuvre de Siegfried Lenz (Peter Lang, 1996); Franz Kafka. Einbahnstraße zur Hölle (2003); Einführung in die Literaturpragmatik mit einer Beispielanalyse von Kafkas Roman »Der Prozess« (2015) sowie Übersetzungen ins Französische von Ingeborg Bachmann und Hans Georg Gadamer.



