- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Humanities, Arts & Music
- > History
Description
Dieses Buchuntersucht den Pathologisierungsprozess des Schlafwandelns in der Frühen Neuzeit. Ausgehend von antiken Quellen wird aufgezeigt, wie durch zeitgebundene Auffassungen von Schlaf und Traum eine ursprüngliche Normvariante durch abergläubische, dämonologische und schließlich medizinisch begründete Erklärungen zu einer Krankheit wurde.
Schlafwandeln fasziniert Menschen damals wie heute als Grenzphänomen zwischen Schlafen und Wachsein, Traum und Realität, Genialität und gefährlichem Wahnsinn. Dieses Buch geht der Frage nach, wie sich in unserem westlichen Verständnis diese ursprüngliche Normvariante des Schlafs im Laufe der Frühen Neuzeit zu einer Krankheit entwickelte. Grundlegend für diesen Prozess waren Mediziner aus dem deutschsprachigen Raum, die den abergläubischen und dämonologischen Theorien zu dem wundersamen Phänomen des Schlafwandelns physiologische und medizinisch begründete Erklärungen gegenüberstellten. Durch ihre Beobachtungen, die sie nicht nur untereinander, sondern auch mit medizinischen Laien teilten, konnte sich das Schlafwandeln als medizinischer Diskussionsgegenstand etablieren. Ausgehend von antiken Quellen wird der Prozess der Pathologisierung bis ins 17. Jahrhundert nachverfolgt, wobei auch Parallelen aufgezeigt werden, die unser Bild vom Schlafwandeln bis heute prägen.
Einleitung - 1. Konzepte von Schlaf und Traum in der Frühen Neuzeit - 2. Schlafwandeln zwischen Norm, Wunder und Krankheit - 3. Die Pathologisierung des Schlafwandelns in der Frühen Neuzeit - 4. Schlafwandeln als medizinischer Gegenstand - 5. Schlafwandler in Fallberichten des 16. und 17. Jahrhunderts - Fazit und AusblickEva Maria Hofer studierte Humanmedizin und Klassische Philologie in München, Bamberg und Zürich. Sie arbeitet und forscht als Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in München.



