Description
(Short description)
In dieser Abhandlung wird der betriebsverfassungsrechtliche Regelungsrahmen daraufhin untersucht, welchen gesellschaftlichen Beitrag der Gesetzgeber von der Betriebsverfassung zur Förderung der Integration erwartet und inwieweit die Akteure der betrieblichen Mitbestimmung im Zuge dessen als Adressat eines Leitgedankens verpflichtet werden.
(Text)
In Zeiten globaler Migration steht die gesellschaftliche Integration von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern im Mittelpunkt politischer Debatten und sozialer Auseinandersetzungen. Dieses Fachbuch beleuchtet die zentrale Rolle der betrieblichen Mitbestimmung als Schlüssel zur erfolgreichen Integration ausländischer Arbeitnehmer in den deutschen Arbeitsmarkt. Der Autor analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen des Betriebsverfassungsgesetzes und stellt heraus, wie insbesondere 80 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG als Förderauftrag fungiert, der die Interessen ausländischer Kollegen in den Fokus rückt. Zudem wird herausgearbeitet, welche Bedeutung die Förderung eines integrationsfreundlichen Arbeitsumfelds als Beitrag zu einem gesamtgesellschaftlichen Integrationskonzept hat. Das Buch bietet praxisnahe Ansätze zur Umsetzung der Integrationsförderung durch betriebliche Interessenvertretungen und diskutiert legislative Potenziale zur Verbesserung der Mitbestimmungsrechte.
(Table of content)
1 Einführung - A. Integration als (sozial-)wissenschaftliche Beantwortung einer politischen Frage - B. Integrationsfaktor Arbeitswelt - C. Betriebliche Beeinflussung - D. Gegenstand dieser Arbeit - 2 Regelungsstrukturen betriebsverfassungsrechtlicher Integrationsförderung - A. Integrationsförderung als betriebsverfassungsgesetzlicher Leitgedanke? - B. Ableitung des Leitgedankens der Integrationsförderung aus der allgemeinen Aufgabe - C. Zusammenfassung - 3 Förderung der Integration durch betriebliche Interessenvertretungen - A. Zusammenarbeit mit Gewerkschaften - B. Vertretungsinterne Maßnahmen - C. Materielle Mitbestimmung - D. Zusammenfassung - 4 Verbesserungspotenzial de lege ferenda - A. Klarstellung des Leitgedankens - B. Legislative Gestaltung expliziter Befugnisse - C. Dokumentations- und Berichtspflichten - D. Zusammenfassung - 5 Schluss - Literaturverzeichnis
(Author portrait)
Raphael Wollers studierte 2010-2017 Rechtswissenschaften in Jena und Göttingen. 2017-2023 promovierte und arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht von Prof. Dr. Olaf Deinert in Göttingen. 2023-2025 war er als Rechtsreferendar tätig und ist seitdem in einem DAX-Konzern beschäftigt.