Selbst-Berechnungen: Optimierungen des Menschen in Romanen um 1930

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Selbst-Berechnungen: Optimierungen des Menschen in Romanen um 1930

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  • 製本 Hardcover:ハードカバー版
  • 商品コード 9783631917329

Description

Selbstoptimierung und Effizienz haben das abendländische Denken tief geprägt, und der Mensch nach 1900 ist davon besonders betroffen: er wird vom Arbeitsrhythmus getaktet, und Normierungen beeinflussen den privaten und öffentlichen Alltag. Romane um 1930 zeigen die Auswirkungen in Figuren, Motiven und modernen Erzählweisen.

Permanente Selbstverbesserung ist ein tief verankertes Muster kulturellen Denkens und Handelns - es geht auf die antike Selbstreflexion und die religiöse Beichte ebenso zurück wie auf ökonomische Buchführung und medizinische Berichte. Literarische Schreibformen sind davon tief beeinflusst, und dies zeigt sich in besonderer Weise auch bei der Romanproduktion der 1920er Jahre. Hier ist zunächst zu zeigen, wie Vermessungstechniken der Physiologie und der Industriepsychologie den 'neuen' Menschen in Produktionsnormen zwingen, um sich am Markt zu behaupten - wie überhaupt Normierungen (auch des Körperkultes) den Alltag prägen. Nicht nur aber wird die Arbeitszeit getaktet, vielmehr durchdringt die Optimierungslogik alle möglichen privaten und öffentlichen Bereiche. Wie reagieren Romane auf diese Anforderungen der Effizienz, welche Figuren, Motive und Erzählweisen werden dort ausgeprägt? Dies soll an Beispielen von Irmgard Keun, Vicki Baum und Erich Kästner gezeigt werden.

Grundfragen - Selbst-Industrie: Gustav Großmanns Ratgeberbuch - Optimierung des Erzählens in Poetologien der 1920er Jahre - Schlager und Schreibmaschinen. Die weiblichen Pikaros in Irmgard Keuns Gilgi und Das kunstseidene Mädchen - Ein "Fachmann für Planlosigkeit": Erich Kästners Fabian als Protest gegen die Optimierung - Der Marktwert des Lebens - Vicki Baums Menschen im Hotel als Roman der Verzifferung - Ausblick: 100 Jahre Diktatur der (Selbst-)Messung - Literatur

Ralph Köhnen studierte Deutsch, Englisch und Kunstgeschichte in Bochum, Berlin und München. Er promovierte über Rilke und Cézanne. In seiner Habilitation fokussierte er sich auf 'Das optische Wissen'. Seit 2012 ist er Professor für Neugermanistik und Didaktik an der Ruhr-Universität Bochum. Er forscht zu Literatur- und Mediengeschichte, Didaktik, sowie Gegenwartskunst.


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