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Description
(Short description)
Das Buch erschließt mit dem conduct book für junge Damen (1688-1797) einen in der anglistischen Forschung vernachlässigten Schrifttypus. Die Autorin unterzieht die Texte einem Verfahren des close reading bezüglich Darstellung und Stellenwert der Verhaltenskategorie «Aufrichtigkeit» im Kontext schichtspezifischer gender role instruction.
(Text)
Die Autorin erschließt mit dem conduct book für junge Damen einen in der anglistischen Forschung vernachlässigten Schrifttypus. Diese Textsorte des achtzehnten Jahrhunderts ist als frühbürgerlicher Typ von Ratgebertexten im Geiste des Zeitalters der Aufrichtigkeit interpretiert worden. Jedoch gelten conduct books für Frauen seit Mary Wollstonecrafts «Vindication of the Rights of Women» (1792) als Anleitung zur Unaufrichtigkeit. Die Autorin setzt an diesem Widerspruch an und unterzieht elf Texte einem Verfahren des close reading in Bezug auf Darstellung und Stellenwert der Verhaltenskategorie «Aufrichtigkeit». Sie zeigt, wie conduct books den Rat zur «sincerity» als pädagogische Drohung instrumentalisieren: Diese macht die Leserin zur Agentin der eigenen Erziehung zu rollenkonformem Verhalten und konterkariert so das aufklärerisch-emanzipatorische Potenzial weiblicher Aufrichtigkeit.
(Table of content)
Conduct books für junge Damen - Aufrichtigkeit - Das Vokabular der Aufrichtigkeit in conduct books - (Selbst-)Inszenierung der Autoren als aufrichtig - Unwillkürliche Selbstoffenbarung - Sprache und Aufrichtigkeit - Nonverbale Kommunikation und Aufrichtigkeit - Selbsterkenntnis und Selbstoffenbarung
(Review)
(Author portrait)
Cornelia Dahmer studierte Englisch, Deutsch und Geschichte und wurde in Anglistik am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität Frankfurt am Main promoviert. Sie lehrt am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der TH Köln.



