Description
(Text)
Kann eine Gruppenklage im deutschen Recht die Wohlfahrt steigern oder kommt es im Fall ihrer Einführung zu Missbrauch in ähnlichem Umfang wie in den USA? Mit Hilfe der Prinzipal-Agenten Theorie und der Spieltheorie untersucht die interdisziplinäre Arbeit das Ausmaß der strategischen Handlungsräume des Gruppenanwalts in Abhängigkeit von verschiedenen zivilprozessrechtlichen Ausgestaltungen. Es wird gezeigt, dass die Gruppenklage im deutschen Recht ein funktionstüchtiges und wohlfahrtssteigerndes Instrument darstellen kann. Die in der Literatur verbreitete Ansicht, dass die Einführung der Gruppenklage in das deutsche Recht wegen der bestehenden strategischen Gefahren kritisch zu beurteilen ist, wird entkräftet.
(Table of content)
Aus dem Inhalt : Rationales Desinteresse an der Klageerhebung - Funktion der Bündelung von Ansprüchen - Prinzipal-Agenten Problem zwischen Gruppenanwalt und Gruppe - Erfolgschancen opportunistischer Klagen - Reform des Zivilprozessrechts - Reputation - Siegeswahrscheinlichkeit.
(Author portrait)
Der Autor: Ralph Junghans wurde 1969 in Wuppertal geboren. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann studierte er Volkswirtschaftslehre in Konstanz, Guelph (Kanada) und Lund (Schweden). Im Anschluss daran erfolgte eine Tätigkeit als Unternehmensberater und seit 2002 ist er als Referent im deutschen Bankwesen beschäftigt. Die Promotion erfolgte 2003 an der Universität Hamburg.



