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Description
(Text)
Bonalds berühmtes Wort la littérature est l'expression de la société (1802) verweist nicht nur auf den engen Zusammenhang zwischen Gesellschaft und Literatur, sondern ist gleichzeitig Ausdruck eines umfassenden Seinsmodells, das sich auf das Christentum und den mittelalterlichen ordo-Gedanken in Anlehnung an Augustinus stützt. Vor diesem Hintergrund wertet Bonald (1754-1840) die französische Klassik als Literatur der Ordnung während des Absolutismus Ludwigs XIV. und die durch die 'atheistische' Aufklärungsphilosophie beeinflußte Gesellschaft und Literatur des 18. Jahrhunderts als Zeit der Unordnung, die ihren Höhepunkt in der Französischen Revolution erreicht. Das Ende der Revolution seit Napoléon zieht eine neue Ordnung der Gesellschaft nach sich, deren Ausdruck eine neuerliche Aszendenz der Literatur ist. So steht Bonald durch seine Schriften zur Literatur am Beginn der französischen Literatursoziologie.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Die Ordnung: Bonald und die christliche Tradition - Die Zerstörung der Ordnung: die Philosophie der Aufklärung (Atheismus, Deismus, Materialismus, Sensualismus, Republikanismus) - Die Rückkehr zur Ordnung: Geschichtsphilosophie - Literatur als Ausdruck der Gesellschaft seit dem 17. Jahrhundert - Französische Literatur: Ordnung (17. Jahrhundert), Unordnung (18. Jahrhundert), wiedergefundene Ordnung (Beginn des 19. Jahrhunderts).
(Author portrait)
Der Autor: Rainer-Michael Lüddecke wurde 1947 geboren. Er studierte Romanistik, Germanistik, Pädagogik und Musikwissenschaft an der Universität Münster. 1972 Magisterexamen und Erste Staatsprüfung für das Lehramt am Gymnasium. Ab 1972 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Romanischen Seminar der Universität Bonn. 1985 Zweite Staatsprüfung und seither Tätigkeit an einem Oberstufen-Gymnasium in Laubach (Hess.). 1994 Promotion an der Universität Bonn. Derzeit ist er Studiendirektor und Lehrbeauftragter am Romanischen Seminar der Universität Bonn.



