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Description
(Text)
In der Anthropologie werden zwei Hypothesen alternativ diskutiert: die polylineare bzw. unilineare Entwicklung des Menschen. Einen kulturgeschichtlichen Ansatz zur Überprüfung dieser Hypothese verfolgt S.J. Heiss. Es zeigen sich dabei die Schwächen und Widersprüche der unilinearen Entwicklungs-Hypothese. Im ganzen Pleistozän ist in den geographischen Großräumen bis in die Neuzeit mit einer Parallelentwicklung unterschiedlicher Kulturtraditionen zu rechnen; dies Ergebnis stützt die anthropologische Hypothese einer polylinearen Entwicklung, wobei als wahrscheinlich angenommen werden kann, daß es in der ganzen Zeit aufgrund klimabedingter Wanderungen und anderer Kontakte in Übergangszonen zu Genfluß und Erfahrungsaustausch kam, so daß die Menschheit in vielen Rassen und Kulturen bis heute eine Art bewahrte.
(Author portrait)
Der Autor: Sebastian J. Heiss wurde 1955 in Tübingen geboren. Er studierte Vor- und Frühgeschichte, Anthropologie und klassische Archäologie an der Universität Hamburg, wo er 1993 promovierte. Sein Spezialgebiet ist die Entstehung des modernen Menschen.



