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Description
(Text)
"Veni, vidi, vici". Kürzestprosa gibt es seit der Antike. Den modernen Schriftsteller irritiert das traditionell dominante Lang-Erzählen prinzipiell wegen dessen überfrommer Klammerung an die Narration. So versucht man einerseits, den Roman im Geiste des Essayismus umzuwandeln, und andererseits, Kurz- und Kürzestgeschichten zu schreiben.
Die dem "Großen" verfallene philologische Fachwelt stolziert oft ignorant an den literarischen Bagatellen vorbei und wird nun von Thomas Bernhard, Elias Canetti, Erich Fried u.a. eines Besseren belehrt. Als literarhistorische Notwendigkeit ist die Kürzestgeschichte höchst flexibel, spielerisch und ketzerisch. Wie Franz Kafkas "Kreisel" chiffrenhaft zeigt, ist just hier das Terrain, wohin literaturwissenschaftliche Expeditionen besonders anreizen.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Doderer, Musil und die Kürzestgeschichte - Gegen jede Form von Unrecht - Zu E. Frieds Bagatellen - Bertolt Brechts "Keunergeschichten", "Comédie Humaine an Irren" - Zu E. Canettis Vignetten - Theophrasts "Charakterskizzen" - Aversion und Faszination - Zu Th. Bernhards kürzesten Stimmen - Kleists "Anekdoten" - Kürze als erzählerische Notwendigkeit - Ketzerei als Wesen der Kürzestgeschichte.
(Author portrait)
Der Autor: Guoqing Feng, 1966 in Henan, China geboren, studierte 1982 an der Universität Peking die Fächer Germanistik (Hauptfach) Sinologie, Geschichte und Philosophie. Er ging 1988 nach Wien und promovierte dort mit der vorliegenden Arbeit. Veröffentlichung von literarischen Übersetzungen und philologischen Aufsätzen in China, Österreich und Deutschland.



