Description
(Text)
Der Völkermord an der indigenen Bevölkerung Lateinamerikas geschah im Namen des Jakobus Zebedäus. Mit dem Ruf "Santiago" griffen die spanischen Söldner die als Untermenschen betrachteten Indios an. Da ähnliches bereits im Kampf der Spanier gegen die Mauren geschehen war und gleichzeitig die spanische Kirche den Zebedaiden für sich reklamierte, entsteht die Frage, ob es im Neuen Testament angelegt ist, Jakobus als gewaltsamen Apostel gebrauchen zu können. Die Untersuchung geht auch der Frage einer möglichen Überlagerung des spanischen Jakobus durch eine ältere jüdische Jakobsfigur nach.
(Table of content)
Aus dem Inhalt : Jakobus im Neuen Testament - Jakob und Spanien in Bibel und Apokryphen - Juden im antiken Spanien.
(Author portrait)
Die Autorin: Leonor Ossa, 1943 in Buenos Aires/Argentinien geboren. Nach dem Abitur Stipendium des Studienwerks Villigst und Studium der Evangelischen Theologie. Promotion in Argentinien und Chile bis zum Militärputsch 1973. 1974 Rückkehr nach Deutschland. Promotion und Ausbildung zur Pfarrerin. Pfarramt in der EKHN und Lehrauftrag für Neues Testament der Universität Frankfurt am Main.