Description
(Text)
Kann eine abhängige (Tochter-)Gesellschaft bei Mißbrauch ihrer rechtlichen Selbständigkeit für Verbindlichkeiten ihres herrschenden Anteilsinhabers haftungsrechtlich belangt werden? Der Frage, ob sich die Regeln und Fallgruppen der anerkannten richterrechtlichen Durchgriffshaftung auf diese Weise umkehren lassen, geht diese Arbeit nach. Anhand einer rechtsvergleichenden Untersuchung zum US-amerikanischen Kapitalgesellschaftsrecht wird aufgezeigt, daß ein derartiger "umgekehrter" Haftungsdurchgriff zur Gewährleistung eines lückenlosen Gläubigerschutzes als parallel zu handhabende Variante des herkömmlichen "direkten" Durchgriffs auf die Gesellschafter anzuerkennen ist.
(Table of content)
Aus dem Inhalt : Direkter und umgekehrter Haftungsdurchgriff - Meinungsstand der deutschen Rechtsprechung und Literatur - Argumente für und gegen die Umkehrung des Durchgriffs - Die Abwägung der widerstreitenden Interessen beim umgekehrten Haftungsdurchgriff - Der umgekehrte Haftungsdurchgriff im US-amerikanischen Recht ( reversed piercing the corporate veil ) - Unterschiede und Parallelen zum deutschen Recht - Die Fallgruppen der disregard- Lehre als Fallgruppen auch der umgekehrten Durchgriffshaftung - Die gegen den umgekehrten Haftungsdurchgriff angeführten Argumente aus der Sicht des US-amerikanischen Rechts.
(Author portrait)
Der Autor: Michael Brass studierte Rechtswissenschaften an der Universität Konstanz und war dort anschließend von 1997 bis 2000 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Er ist Rechtsanwalt in einer Münchner Sozietät. Promotion 2000.



