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Description
(Text)
Kleists lange als unspielbar verworfene Tragödie Penthesilea zeigt in besonderem Maße die Unabdingbarkeit der theoretischen und methodologischen Reflexion und ruft zu einer beständigen Revision tradierter Deutungsmuster auf. Mit Hilfe der poststrukturalistischen Ansätze der Dekonstruktion und der Systemtheorie, Blumenbergs Metaphorologie und Homanns Konzept der heautonomen Autopoiesis wird das Theorem der dekonstruktiven Autopoiesis entworfen. Dieses nicht-idealistische Selbstreflexionsmodell von Literatur nutzt erstmals Kleists Einsicht in die Haltlosigkeit jeder positiven Setzung, in welche die Reflexion das Subjekt stürzt, für die Analyse der autopoietischen Konstruktion des Stückes. Denn die Destruktion des Körpers im Zuge seiner symbolischen Aneignung führt, analog zur De- und Rekonstruktion der naiven Vorbilder sentimentalischer Literatur, zu einem neuen Sprach- und Literaturbegriff.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Autopoiesis zwischen Systemtheorie und Dekonstruktion - Ästhetische Autopoiesis - Bogenschluß - Kleists Metapher der dekonstruktiven Autopoiesis - Penthesilea - Anthropophagie als dekonstruktive Autopoiesis - Geleitwort von Erich Meuthen
(Author portrait)
Maximilian Giuseppe Burkhart, geboren 1970 in München, studierte Germanistik, Komparatistik und Italianistik in München und Pisa. Er promoviert als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes in München zu dem Thema Selbstreflexion und Destruktion und ist Lehrbeauftragter am Junior Year der Wayne State University an der Universität München. Veröffentlichungen zur Dekonstruktion und Ästhetiktheorie.



