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Description
(Text)
Schiffziehen in Ungarn - die "Ersatztodesstrafe" - wurde als ein Teil der Strafrechtsreform Kaiser Josephs eingeführt und auch exekutiert. Diese sogenannte poena extraordinaria steht im Mittelpunkt der Arbeit. Zielsetzung ist es, die Basis für eine adäquate Beurteilung der bisher wenig bekannten "Erfindung" des kaiserlichen Reformers zu schaffen. Hierzu dienen Tagebücher, Protokolle und Akten des Hofkriegsrates als Quellen, zeitgenössische Autoren vervollständigen das Bild. Es ist festzuhalten, daß von den 1200 in den Jahren von 1784 bis 1789 zum Schiffziehen verurteilten Delinquenten 740 eines qualvollen Todes starben. Zuvor aber waren sie der Gesellschaft von Nutzen gewesen, wie es dem Utilitätsdenken des Kaisers entsprach, der aufgrund solcher Erwägungen die zu "schnelle" Todesstrafe abgelehnt hatte.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Maria Theresia und Joseph II. - Rechtsreformen - Die condemnatio ad poenas extraordinarias - Die k.k. Militärgrenze - Der Ort der Schiffzieherstrafe - Die Schiffzugsarrestanten.
(Author portrait)
Die Autorin: Eva Macho, geboren 1936 in Wien. Realgymnasium in Mödling. Eintritt in den Staatsdienst 1955. Nach efolgter Pensionierung im Jahre 1990 Studium der Geschichte an der Universität Wien.



