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Description
(Text)
Der Zerfall der Donaumonarchie erzeugte Identitätsdefizite, die weder in der Ersten noch in der Zweiten Republik kompensiert werden konnten. Daher wurden unterschiedliche Identitätskonzepte nicht zuletzt durch Literaten entwickelt. Die Studie liefert Analysen zu den in drei österreichischen Romanen ( Sonne und Mond von Albert Paris Gütersloh, Die Strudlhofstiege von Heimito von Doderer, Die abgelegte Zeit von Herbert Eisenreich) entwickelten Identitätsvorstellungen, die als Beitrag zur Gestaltung eines neuen Nationalgefühls begriffen werden. Die Untersuchung der den Romanen zugrundeliegenden Strategien der Wirklichkeitsmythisierung deckt ein kohärentes Modell der österreichischen Identität auf. Die Eigenschaften dieses Modells festzuhalten und die Methoden seiner Transformation in einen literarischen Mythos von der österreichischen Identität zu rekonstruieren, ist das Hauptanliegen dieser Arbeit.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Der Mythos als literarische Schöpfung: der Mythos in der Literatur; die Literatur als Mythos; der literarische Mythos - Albert Paris Gütersloh: Sonne und Mond : das mythische Bewußtsein bei Gütersloh; Aspekte der Kontinuität in Sonne und Mond - Heimito von Doderer: Die Strudlhofstiege : der Mythos von der Identität; die Poetik der Dauer - Herbert Eisenreich: Die abgelegte Zeit : Komponenten der Identitätsidee; der Mythos von der Wirklichkeit.
(Author portrait)
Der Autor: Slawomir Piontek wurde 1968 in Poznan (Polen) geboren. Von 1987 bis 1993 studierte er Germanistik, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Poznan, Regensburg und Wien. Seit dem Abschluß seines Studiums an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznan ist er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für österreichische Literatur und Kultur tätig. 1998 Promotion.



