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Description
(Text)
Wie konzipierten Gelehrte der deutschen Frühaufklärung das Verhältnis von Sprache, Denken und Wirklichkeit? Welches Bewußtsein hatten die Frühaufklärer von der historischen und sozialen Dimension von Einzelsprachen? Diese und andere Fragen untersucht die Studie auf der methodischen Grundlage eines historischen Wörterbuchs, zu dem Lemmata wie "Wort", "Sprache" und "Zeichen" gehören. In den semantischen Veränderungen solcher Ausdrücke erscheinen die tiefen geistigen Konflikte einer Phase des Umbruchs: Unvereinbar sind etwa die Positionen von Leibniz, Thomasius, Wolff und den Pietisten. Das rationalistische Modell der vollkommenen Kunstsprache geriet in Gegensatz zu rhetorischen Bildungstraditionen und dem Sprachdenken der Theologie.
(Table of content)
Aus dem Inhalt: Das Wörterbuch und seine enzyklopädische Funktion - Bedeutungsvarianten und Textbelege - Natürliche und sprachliche Ordnung: Christian Wolff und die Folgen - Wort- und Zeichenbegriffe der Rhetorik und der Metaphysik - Das Konzept der heiligen Sprachen und die pietistische Hermeneutik - Geschichtliches Sprachdenken bei Leibniz.
(Author portrait)
Der Autor: Christoph Becker (Jahrgang 1967) studierte an der Universität Heidelberg Germanistik, Geschichte und Philosophie und schloß sein Studium im Jahr 1996 mit der Promotion ab.



