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Description
China ist kein Land, in dem sich Intellektuelle frei äußern können - so viel ist klar. Welche Spielräume es gibt und wie sie eingegrenzt werden, hat sich der Politikwissenschaftler Stefan Messingschlager ganz genau angesehen. Christoph Paret hat ein Problem noch mit den klügsten Faschismustheorien: "Sie können gar nicht so viel enthüllen, wie die Faschisten über sich immer schon demonstrativ enthüllt haben." In der letzten Folge seiner Serie zur "Sozialen Farbe" dreht sich bei Timon Beyes alles ums Bunte.
In der finalen Ausgabe von Tobias Janz' Musikkolumne wiederum geht es um das "Spielen" und die Instrumente in Zeiten des Digitalen. Matthias Rothe plädiert in einer Reaktion auf Steffen Martus' viel (auch im Merkur schon) beachtete Literaturgeschichte der Gegenwart für eine "philosophische Geschichte der DDR-Literatur". Caroline Fraser watet durch mehrere Bände Literatur zum Thema Abfall und Müll.
Jonas Rosenbrück schreibt über die Schmerzen eines Staatsräson-Deutschland, das beim Abschied von seinem idealisierten Israel-Bild Trauerarbeit leisten muss. Zum Tod von Alexander Kluge situiert Jörg Später den Regisseur, Dichter und Denker in der Kritischen Theorie und um sie herum. Über die Gefährlichkeit schlechter Vergleiche denkt der Philosoph Martin Hartmann nach. Und Susanne Neuffer nimmt in einem Lesekreis Platz.
ESSAY
Stefan Messingschlager
Atemräume unter Vorbehalt.
Diskursinfrastruktur und Loyalitätsregime: Intellektuelle in der Xi-Ära
Christoph Paret
Faschismus.
Über die Hilflosigkeit der Theorie in einer "vom Schein befreiten Welt"
Timon Beyes
Bunte Algorithmen.
Soziale Farbe (V)
KRITIK
Tobias Janz
Musikkolumne.
Spielen
Matthias Rothe
Für eine philosophische Geschichte der (DDR)Literatur
Caroline Fraser
Der Wegwerfplant
MARGINALIEN
Jonas Rosenbrück
Fehl der Trauer
Jörg Später
Alexander Kluge und die Kritische Theorie
Martin Hartmann
Unterschiedsverlust.
Warum die Urteilskraft durch schlechte Vergleiche verkümmert
Susanne Neuffer
Lesungen, vor KI
Christian Demand, Jg. 1960, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).
Christian Demand ist Herausgeber des MERKUR.



