- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Fiction
- > poetry, dramatic art, essays
基本説明
Mit dem Faksimile wird ein sehr seltenes Manuskript zugänglich, das sogenannte >>handgeschriebene buch<< zum >>Teppich des Lebens<<. Für die Stefan George-Stiftung herausgegeben von Elisabeth Höpker-Herberg. Faksimilie der Handschrift.
Description
(Short description)
Mit dem Faksimile wird ein sehr seltenes Manuskript zugänglich, das sogenannte "handgeschriebene buch" zum "Teppich des Lebens".
(Text)
George richtete dieses Manuskript als Heft für die 64 Gedichte ein, die er, in drei Zyklen gegliedert, für sein fünftes Gedichtwerk vorgesehen hatte. Es sollte die kalligraphisch gestaltete Vorlage des Erstdrucks werden. Doch fand er während der Ausarbeitung so viel zu ändern, am Text der Gedichte, insbesondere aber am Aufbau der Zyklen, daß die vorgesehene Druckvorlage zu einer intensiv genutzten Arbeitsunterlage geriet, die die Annäherungen an die endgültige Fassung des "Teppichs" mit 72 Gedichten dokumentiert.
Dem Faksimile der Handschrift ist ein Begleitband beigegeben, in dem die Befunde, die an der Handschrift zu erheben sind, geklärt und die Geschichte des außergewöhnlichen Manuskripts, die Charakteristika der Niederschriften und deren Überarbeitungen sowie die Umgestaltungen der Zyklen dargestellt werden. Die Edition ist für den Liebhaber ebenso von Interesse wie für die George-Philologie; dem Betrachter des Faksimiles ermöglicht sie Einblick in die Arbeit des Dichters, dem Philologen eröffnet sie erstmals Erkenntnisse über die Genese der Zyklen, deren Bedeutung für Georges Hauptwerk bisher in Ermangelung solcher Quellen wie dieses Manuskript nicht ausreichend untersucht worden ist.
(Extract)
I
Ich forschte bleichen eifers nach dem horte
Nach strofen drinnen tiefste kümmerniss
Und dinge rollten dumpf und ungewiss -
Da trat ein nackter engel durch die pforte:
Entgegen trug er dem versenkten sinn
Der reichsten blumen last und nicht geringer
Als mandelblüten waren seine finger
Und rosen rosen waren um sein kinn.
Auf seinem haupte keine krone ragte
Und seine stimme fast der meinen glich:
Das schöne leben sendet mich an dich
Als boten: während er dies lächelnd sagte
Entfielen ihm die lilien und mimosen -
Und als ich sie zu heben mich gebückt
Da kniet auch ER · ich badete beglückt
Mein ganzes antlitz in den frischen rosen.
(Author portrait)
Stefan George, 1868 in Büdesheim bei Bingen geboren, war als Sohn eines wohlhabenden Weingutbesitzers nie zur Berufswahl gezwungen. Nach dem Abitur reiste er durch Westeuropa, studierte zwischendurch in Berlin u.a. Philologie, Philosophie und Kunstgeschichte, traf aber vor allem mit den französischen Symbolisten zusammen. Diese Begegnung bestärkte ihn in seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem in Deutschland verbreiteten literarischen Realismus. Ab 1900 lebte er überwiegend in Deutschland: In München wurde er in der Schwabinger Boh me als Dichterfürst inszeniert und verehrt, in Heidelberg und Berlin verkehrte er in bildungsbürgerlichen Kreisen. 1927 wurde ihm der erste Goethe-Preis verliehen. George zog sich schließlich 1933 nach Minusio zurück, nachdem ihm Josef Goebbels die Präsidentschaft einer neuen deutschen Akademie für Dichtung angeboten hatte. Er verweigerte dieses Angebot und starb am 4. Dezember, betrauert von seinen Schülern und Verehrern.



