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Description
Ausgehend von Marxismus, Frankfurter Schule und postkolonialen Ansätzen bringt der Band zentrale Strömungen kritischer Tradition in einen Dialog über emanzipatorische Fragestellungen. Dabei wird kritisches Denken als ein plurales und globales Projekt jenseits etablierter Kanonisierungen verstanden. Zugleich entwickelt der Band mit der politischen Moderne einen gemeinsamen Bezugsrahmen, der die unterschiedlichen Ansätze - auch solche, die ihn kritisch zurückweisen - vermittelt, ohne ihre Eigenständigkeit aufzuheben, und
sie auf die Analyse gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen ausrichtet. Die Beiträge greifen zentrale Problemlagen auf - neue Öffentlichkeiten, die Rezentrierung der Arbeit in der sozialen Reproduktion, die ökologische Krise sowie Transformationen von Staat und Recht - und zielen darauf, kritische Theorie auf der Höhe der Zeit zu formulieren. So entsteht ein theoretisches Mosaik, in dem jede Perspektive einen
eigenständigen Beitrag leistet und sich zugleich zu einem geteilten politischen Horizont verhält. José Maurício Domingues ist Professor für soziologische Theorie am Institut für Sozial- und Politische Forschung der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro. Er promovierte in Soziologie an der London School of Economics and Political Science und ist Anneliese-Maier-Preisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung. Guilherme Leite Gonçalves ist Professor für soziologische Theorie am Institut für Sozial- und Politikwissenschaften sowie Professor für Rechtssoziologie an der Juristischen Fakultät der Staatlichen Universität von Rio de Janeiro. Er promovierte in Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und in Rechtswissenschaft an der Università del Salento.



