Die Geschichte des Anderen kennen lernen : Israel und Palästina im 20. Jahrhundert (2. Aufl.)

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Die Geschichte des Anderen kennen lernen : Israel und Palästina im 20. Jahrhundert (2. Aufl.)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593519999

Description

Es ist bekannt, dass in jeder Auseinandersetzung die eine Seite eine ganz andere »Geschichte« erzählt als die andere. Dies gilt auch für den Nahostkonflikt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen Arabern und Juden in Palästina entbrannte und seinen Niederschlag auch in den Schulbüchern der beiden Konfliktparteien fand. Im Jahr 2000, nach einer erneuten Welle eskalierender Gewalt im Nahen Osten, suchte eine Gruppe palästinensischer und israelischer Lehrer einen Ausweg aus dieser Sackgasse und nach einer neuartigen Darstellung dieses Geschehens: Sie überbrückten ihre Vorurteile und schrieben die Geschichte des Konflikts aus ihrer jeweiligen Sicht nieder. So entstanden zwei Erzählungen des Nahostkonflikts, die dieses Buch Seite für Seite nebeneinanderstellt. Beim Lesen erschließt sich dadurch nicht nur der Verlauf der Ereignisse - von der Balfour-Deklaration (1917) bis zum Ende des 20. Jahrhunderts -, sondern auch, wie Feindbilder entstehen und wie Vorurteile überwunden werden können. Zudem wird deutlich, dass es - auch im Nahostkonflikt - nicht nur eine Wahrheit der Geschichte und ihrer Interpretation gibt. Inhalt

Die Geschichte des Anderen kennen lernen 7
Zur Erinnerung an Professor Dan Bar-On 9
Der Ansatz dualer Narrative 10
Braucht es ein israelisch-palästinensisches Geschichtsbuch in Deutschland? 16

Erstes Kapitel: Die Balfour-Erklärung
Von der Balfour-Deklaration bis zum Beginn des britischen Mandats im Land Israel23
Die Balfour-Erklärung, 2. November 1917 23

Zweites Kapitel: Die Zwanzigerjahre
Das Land Israel und der jüdische Jischuw in den Zwanzigerjahren39
Palästina in den Zwanzigerjahren 40

Drittes Kapitel: Die Dreißiger- und Vierzigerjahre
Das Land Israel in den Jahren 1931-194765
Der palästinensisch-israelische Konflikt in den Dreißiger- und Vierzigerjahren 65

Viertes Kapitel: Der Krieg von 1948
Der Unabhängigkeitskrieg und die Staatsgründung Israels93
Die Nakba 1948 93

Fünftes Kapitel: Die Fünfziger- und Sechzigerjahre
Die Fünfziger- und Sechzigerjahre - die ersten Jahrzehnte des Staates Israel111
Die Palästinafrage - Jahre der Heimatlosigkeit und Verzweiflung 111

Sechstes Kapitel: Der Krieg von 1967
Der Sechs-Tage-Krieg - 5.-10. Juni 1967143
Israelische Aggression gegen arabische und palästinensische Gebiete - der Junikrieg 1967 143

Siebtes Kapitel: Die Siebziger- und Achtzigerjahre
Vom Sechs-Tage-Krieg zur ersten Intifada: Israel während der Siebziger- und Achtzigerjahre167
Palästina und die Palästinenser zwischen 1967 und 1987 167

Achtes Kapitel: Erste Intifada
Die erste Intifada199
Die Intifada 1987 199

Neuntes Kapitel: Die Neunzigerjahre
Die Neunzigerjahre213
Die Suche nach einem Ausgleich ... Abkommen mit ungewissem Ausgang 213

Anhänge
Glossar248
Bibliografie262
Anmerkungen268

Persönliche Entwicklungslinien der Lehrerinnen und Lehrer 277 Das Peace Research Institute in The Middle East (PRIME) ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation, die 1998 von dem israelischen Psychologen Dan Bar-On und Sami Adwan, einem palästinensischen Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Bethlehem, ins Leben gerufen wurde. Sami Adwan (* 1954) ist ein palästinensischer Professor für Erziehungswissenschaften an der Universität Bethlehem. Dan Bar-On (1938-2008) war ein israelischer Psychologe, Therapeut, Holocaust- und Friedensforscher. Eyal Naveh (* 1952) lehrte als Geschichtsprofessor an der Universität in Tel Aviv. »Das [...] Buch versteht sich [...] explizit als 'Beitrag zur Verständigung in Palästina und Israel'. Inwiefern kann es für die Bildungsarbeit in Deutschland zum Nahostkonflikt eine Bereicherung darstellen? Ein immenser Vorteil dieser Publikation liegt in seiner Offenheit. Zu keiner Zeit wird behauptet, dass es nur die eine geschichtliche Wahrheit gebe. Stattdessen wird ein multiperspektivischer Ansatz verfolgt, der davon ausgeht, dass es lediglich unterschiedliche Interpretationen der Vergangenheit geben kann. Gerade in Zeiten des Konflikts sei es umso schwieriger, gegenseitiges Verständnis zu fördern, so die Autoren.« Markus Nesselrodt, 21.02.2011

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