Die Berufsmoral der Banker : Potentiale und Grenzen finanzwirtschaftlicher Selbstregulierung. Dissertationsschrift (Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie)

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Die Berufsmoral der Banker : Potentiale und Grenzen finanzwirtschaftlicher Selbstregulierung. Dissertationsschrift (Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie)

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593510200

Description

Seit der Finanzkrise von 2008 ist einiges unternommen worden, um eine ähnliche Katastrophe in Zukunft zu verhindern - auch von den Finanzakteuren selbst. Heute gibt es eine Reihe von Selbstregulierungsmaßnahmen in Form von Wertekatalogen und Verhaltensstandards. Doch welche Spielräume lassen strukturelle Zwänge zu? Mittels Interviews rekonstruiert die Autorin das berufliche Selbstverständnis und die Herausforderungen der Angestellten einer in Verruf geratenen Branche, die zu weitreichenden Erkenntnissen über die Potentiale und Grenzen finanzwirtschaftlicher Selbstregulierung führen. Inhalt
Vorwort von Sighard Neckel und Ferdinand Sutterlüty 9
Danksagung 17
1. Einleitung 19
1.1 Ursachen und Verlauf der Finanzkrise 2008 21
1.2 Folgen der Finanzkrise 25
1.3 Reaktionen auf die Finanzkrise: Politische Regulierung und Selbstregulierung 28
1.4 Forschungsfrage und Aufbau des Buches 35
2. Markt und Moral - Theoretische Verortung und Forschungsstand 41
2.1 Individualistisch-rationale Moralkonzeption in den Wirtschaftswissenschaften 41
2.2 Wirtschaftssoziologie 45
2.2.1 Mark Granovetter: Rationalistische Einbettungskonzeption 47
2.2.2 Karl Polanyi: Substantielles Wirtschaftsverständnis 51
2.2.3 Die moralisch-kulturelle Dimension sozialer Einbettung 55
3. Berufsmoral 65
3.1 Émile Durkheim: Berufsmoral als Praxis der Selbstregulierung 65
3.2 Moral als soziale Konstruktion 71
3.3 Kritik und Rechtfertigung - Der reflexive Funktionsmodus der Moral 74
3.4 Zusammenführende Begriffsbestimmung von Berufsmoral 81
4. Methodisches Vorgehen 85
4.1 Zur Methodologie rekonstruktiver Sozialforschung 85
4.2 Fallauswahl und selektives Sampling 90
4.3 Feldzugang 95
4.4 Das Leitfadeninterview als Datenerhebungsinstrument 96
4.5 Datenauswertung 98
4.5.1 Kodierverfahren 99
4.5.2 Typenbildung 101
5. Berufsmoralische Rechtfertigungsmuster 103
5.1 Die Orientierung am Kundenwohl 104
5.1.1 Kompromiss mit der Welt des Marktes 104
5.1.2 Die Fragilität der Kundenwohlorientierung 108
5.1.3 Fazit 119
5.2 Die Orientierung am gesellschaftlichen Wohl 121
5.2.1 Kritik an der gesellschaftlichen Verantwortungslosigkeit des Finanzgeschäfts 122
5.2.2 Der »Exit« als Voraussetzung für die Realisierung gesellschaftsbezogener Ansprüche 129
5.2.3 Institutionelle Voraussetzungen und Grenzen der Verwirklichung gesellschaftsbezogener Ansprüche 131
5.2.4 Fazit 136
5.3 Die Orientierung am innerbetrieblichen Wohl 138
5.3.1 Kompromiss mit der Welt des Marktes 139
5.3.2 Die Fragilität des Kompromisses in der beruflichen Praxis 140
5.3.3 Fazit 144
5.4 Die Orientierung am persönlichen Wohl 145
5.4.1 Selbstbestätigung und Kurzfristorientierung als zentrale Sinnbezüge des beruflichen Handelns 145
5.4.2 Abspaltung sozialer Verantwortlichkeiten 151
5.4.3 Fazit 155
5.5 Zwischenbetrachtung 155
6. »Schurkenhändler« und »Kulturbotschafter«: Die Individualisierung sozialer Verantwortung im Banken- und Finanzwesen 163
6.1 Individuelles Fehlverhalten als Krisenursache 163
6.2 Imagearbeit statt Strukturwandel 170
6.3 Regulierungskritik 172
6.3.1 Der freie Markt als normative Leitidee 173
6.3.2 Der Homo oeconomicus als zentrale Deutungsfigur menschlichen Handelns 175
6.4 Fazit 177
7. »Kritischer Geist« und »notwendiges Übel«: Die Herausforderungen institutionalisierter
Selbstregulierung im Banken- und Finanzwesen 179
7.1 Berufliche Ansprüche und professionelles Selbstverständnis der Risikoarbeiter 181
7.2 Anerkennungs- und Machtdefizite 184
7.3 Interessenskonflikte 194
7.4 Wissensprobleme 196
7.4.1 Wissenskulturelle Differenzen 197
7.4.2 Bewertungsgrundlagen der Risikoarbeit 199
7.5 Fazit 207
8. Soziale Herkunft, Berufsmilieu und Kritik 211
8.1 Rekrutierungspraxis und soziale Schließung im Investmentbanking 212
8.2. Homogene Berufsmilieus im Investmentbanking 218
8.2.1 Habitus 218
8.2.2 Gruppenidentität als Leistungs- und Machtelite 221
8.3 Soziale Heterogenität und das »Narrativ des Zufalls« im Trading 226
8.4 Homogene Berufsmilieus aus Sicht der Finanzakteure 231
8.4.1 Binnenperspektive: Bestätigungs- und Anerkennungseffekt 231
8.4.2 Außenperspektive: Verhinderung einer kritischen Berufspraxis 233
8.5 Soziale Kontrasterfahrungen in heterogenen Sozialmilieus 237
8.5.1 Konfrontation mit Kritik 237
8.5. Claudia Czingon ist Redakteurin des Leviathan - Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft. »Bei der von Claudia Czingon vorgelegten Studie zur 'Berufsmoral der Banker' handelt es sich um eine theoretisch ambitionierte wie empirisch überzeugende Dissertationsschrift. Mit der übersichtlich gegliederten Arbeit gelingt es ihr, eine Leerstelle der Forschung zu identifizieren und produktiv zu schließen.« Dietmar Wetzel, Soziopolis, 29.10.2019

»Die Arbeit gibt einen spannenden und wichtigen Impuls in die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzmarktsoziologie.« Andreas Langenohl, Soziologische Revue, 3.2021

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