Immersive Macht : Affekttheorie nach Spinoza und Foucault. Dissertationsschrift

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Immersive Macht : Affekttheorie nach Spinoza und Foucault. Dissertationsschrift

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  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593508344

Description

Nicht nur im Silicon Valley oder in Startups, sondern auch in den sozialen Medien und in den populistischen Bewegungen der Gegenwart hat sich eine neue Regierungstechnik etabliert: Menschen werden durch gezielte Stimulierung von Emotionen und Affekten beeinflusst. Dieses Buch entwickelt eine philosophische Theorie zum Zusammenhang von Affektivität, Macht und Subjektivierung. Zugleich nimmt es die sozialen und ökonomischen Verhältnisse westlicher Gesellschaften in den Blick. Es leistet einen Beitrag zur kritischen Sozialphilosophie und zu einer Theorie der Gouvernementalität. Inhalt
Einleitung 11
Teil I: Theorie affektiver Resonanz
1 Affekt und Immanenz bei Spinoza 31
1.1 Spinozas Ontologie: Monismus, Parallelismus, Wirkungsimmanenz 35
Attribute versus Modi - und die zentrale Perspektivdifferenz 37
Das Prinzip der Wirkungsimmanenz, erste Fassung 41
"Posse existere potentia est": Zweite Fassung des Immanenzprinzips 43
Die Existenz des endlichen Modus 48
1.2 Affektenlehre und conatus 51
Der conatus-Satz 53
Conatus und Affekte 59
1.3 Die relationale Spezifität des Affizierungsvermögens 61
Immanenzdenken zwischen Physik und Metaphysik 64
Aktivität, Passivität; Varianz und Konstanz des Affizierungsvermögens 66
1.4 Ethologie, und: Was kann ein Körper? 74
Immanenzebene und Agencement 77
Das Problem der Gattungen und Arten 79
"Was kann ein Körper?" - Was kann ein Begriff? 82
2 Affektive Resonanz 87
2.1 Schwingung und Resonanz in der klassischen Physik 90
Stoß und Schwingungsanregung 91
Resonanz in der klassischen Physik 95
Orbit-Orbit-Resonanz der Jupitermonde 98
2.2 Resonanz als philosophischer Begriff 103
Phänomenalität des In-Resonanz-Seins 105
Das ontologische Primat der Kräfte 107
Resonanz und das Virtuelle 110
Virtualität versus Möglichkeit 114
Virtualität der Vergangenheit 117
'Resonanz': Zusammenfassung und Arbeitsdefinition 122
2.3 Dynamik des conatus: Resonanz versus Homöostase 124
Conatus als Trägheitsprinzip? 126
Conatus als Homöostase? 129
2.4 Resonanz als Individuierungsprozess 134
Resonanz und Ontogenese bei Gilbert Simondon 135
Affektive Individuierung 147
Teil II: Phänomene affektiver Resonanz
3 Affektive Resonanz als sozialtheoretischer Begriff 153
3.1 Affektive Resonanz: Begriffsbestimmung 153
Affektive Resonanz als Grundform dynamischer Reziprozität 153
Verwandte Begriffe im Umfeld der Affect Studies 156
Affektive Resonanz in Geschlechterkonstellationen: Der Fall "Familie Bauer" 162
Ambivalenz und kritische Diagnostik der affektiven Resonanz 166
3.2 Exkurs: Affektive Resonanz in der Psychoanalyse 168
Übertragung-Gegenübertragung als affektive Resonanz 175
3.3 Phänomene affektiver Resonanz in Gruppenkontexten 179
Resonanz, Revolution, Transformation 184
3.4 Affektive Resonanz und Massenpsychologie 188
Die Masse bei Gustave Le Bon 188
Ansteckung und Suggestion in der Masse 191
Die Masse bei Sigmund Freud 197
4 Affektive Resonanz und Ontogenese 207
4.1 Affektive Resonanz in der Eltern-Kind-Dyade: Daniel Stern und affect attunement 209
Vitality affects 210
Amodale Wahrnehmung 212
Affect attunement 214
Ontogenese und Subjektgenese 217
Ausblick: Affect attunement und Subjektivierung 219
4.2 Kontext: Der Interaktionismus in der Entwicklungspsychologie 222
Interaktionismus und affektive Relationalität 227
4.3 Zur kulturellen Situierung der Stern'schen Theorie 230
Das "Selbst" der westlichen Gesellschaften 230
Innerlichkeit der Gefühlszustände: Ontologischer Individualismus 232
Geschlechterbeziehungen und die Genealogie der Eltern-Kind-Dyade 234
Mutterbild bei Stern: Natur versus Kultur und der 'Atomismus der Dyade' 241
Fazit: Resonanz als Dispositiv 248
Kritik als Onto-Genealogie des eigenen Affizierungsvermögens 250
Teil III: Macht, Subjekt und Normalisierung
5 Subjekt und Macht bei Michel Foucault 255
5.1 Macht, Struktur, Strategie bei Spinoza und Foucault 256
Spinoza mit Foucault 256
Ein dynamischer Strukturbegriff 257
Relationale, strategische, produktive Macht 259
5.2 Historische Macht- und Subjektivierungsformationen 262
Disziplinarmacht 263
Biomacht 266
Gouvernementalität und Selbstführung 268
5.3 Die Doppelfigur der Subjektivierung 272
Das Subjekt als "Machteffekt" 275
5.4 Immanenz der Subjekti Rainer Mühlhoff ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Philosophie der FU Berlin.

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