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Description
Bis weit in die 1960er-Jahre hinein stammte ein Großteil der weiblichen Haus- und Gastgewerbsangestellten in der Schweiz aus Deutschland und Österreich. Anhand lebensgeschichtlicher Erzählungen untersucht Andrea Althaus die Deutungen der Arbeitsund Lebenserfahrungen dieser Migrantinnen. In ihrer gendersensiblen Analyse der weiblichen Arbeitsmigration eröffnet sie zugleich einen neuen Blick auf die schweizerische Migrationspolitik und Überfremdungsdiskurse im 20. Jahrhundert. InhaltEinleitung 91. Lebensgeschichten - Geschichte(n), die das Leben schreibt? 271.1 Lebensgeschichten in der historischen Forschungspraxis 281.2 Gedächtnis-, erzähl- und biografietheoretische Grundlagen 351.2.1 Wer erzählt, erinnert sich 351.2.2 Wer sich erinnert, erzählt 381.2.3 Selbst- und Weltverständnis 431.3 Lebensgeschichten: Historische Fakten eigener Art 491.4 Datenerhebung und -analyse 522. Deutsche und österreichische "Dienstmädchen" in Politik und Diskursen 572.1 Politik und Diskurse I: 1910-1935 572.1.1 Die Angst vor einer "Germanisierung" 572.1.2 Überfremdungsdiskurs und Hausdienst 612.1.3 "Überfremdung" wird Recht 742.2 Politik und Diskurse II: 1935-1949 782.2.1 "Dienst im Haus ist Dienst am Volk" 782.2.2 Überfremdungsdiskurs und Gastgewerbe 902.2.3 Reformen in Hausdienst und Gastgewerbe 932.2.4 Kontroverse zur Einwanderung von "Dienstmädchen" 972.2.5 Sanitarische Grenzuntersuchungen 1062.2.6 Alliierte Ausreisesperren 1112.3 Politik und Diskurse III: 1950-1970 1172.3.1 Erwünschte und unerwünschte Arbeitskräfte 1172.3.2 Angst vor einer "neuen Überfremdung" 1242.3.3 Arbeitskräftebedarf im Gastgewerbe 1302.3.4 "Mägdedämmerung"? Hausdienst am Wendepunkt 1352.3.5 Einführung des Kontingentsystems 1402.4 Politik und Diskurse in der Zusammenschau 1453. Vorgeschichten: Von Elternhäusern und Kinderstuben 1493.1 Sozio-biografisches Kollektivporträt I 1493.2 Kindheits- und Jugenderzählungen 1593.2.1 Autoritäre Erziehung und Konflikte 1603.2.2 Arbeitsethos und Kinderarbeit 1743.2.3 Verhinderte Bildung 1823.2.4 Kriegskindheiten 1914. Migrationserzählungen 1994.1 Die Schweiz in Sicht 2004.1.1 Der Traum vom großen Geld? 2004.1.2 Einfach fort! 2084.1.3 Vorstellungen, Netzwerke, Stellenvermittlung 2184.1.4 Behördengänge und Amtswege 2354.1.5 Vom Weggehen, Reisen und Ankommen 2394.2 Arbeits-Verhältnisse: Arbeit und Beziehungen 2514.2.1 Haus- und gastgewerbliche Arbeitsverhältnisse 2524.2.2 Arbeit, Arbeit, Arbeit 2604.2.3 Zur Bewertung von Hausarbeit 2734.2.4 Beschützen und Erziehen 2804.2.5 Kost, Logis und Lohn 2934.2.6 Trinkgelder und sexuelle Übergriffe im Gastgewerbe 3024.2.7 "Stellen- und Berufswechsel verboten!" 3094.3 Außer Haus 3224.3.1 Frei-Zeiten und Freundschaften 3224.3.2 Fremdenfeindlichkeiten 3374.4 Sozio-biografischer Kollektivporträt II 3485. Die Migrationserfahrung im lebensgeschichtlichen Kontext 3535.1 Break free: Emanzipationsgeschichten 3555.2 Lernzeiten: Bildungsgeschichten 3725.3 Karrieren: Erfolgs- und Abstiegsgeschichten 390Schlussbetrachtungen 407Dank ............... 417Transkriptionszeichen 419Abkürzungsverzeichnis 420Abbildungsverzeichnis 422Tabellenverzeichnis 423Literatur und Quellen Andrea Althaus, Dr. phil., ist Zeithistorikerin. »Neben der sozialwissenschaftlichen Analyse besticht Althaus' Dissertation durch die Erzählungen. Die Autorin verwebt diese geschickt mit politischen, rechtlichen und ökonomischen Regulativen. Die Berichte schildern eindrücklich, wie sich Überfremdungsangst, Diskriminierung und einseitige Abhängigkeit auswirkten.« Karin Unkrig, Kulturtipp, 17.10.2017 »Nachdem das Forschungsinteresse lange auf den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit Migration gerichtet war, sind HistorikerInnen in jüngster Zeit darum bemüht, Migrierende als handlungsmächtige AkteurInnen sichtbar zu machen (...). Andrea Althaus leistet einen innovativen Beitrag zu diesem Perspektivenwechsel. (...) Althaus reflektiert diese Dimension erinnerter Geschichte allerdings stets mit, (...) was ihr Buch zu einem methodisch wie auch inhaltlich wichtigen Beitrag sowohl zur geschlechtersensiblen Migrationsforschung als auch zur Oral History und historischen Erinnerungsforschung macht.« Sarah Baumann, Schweizerische Zeitschrift für Geschichte, 15.08.2018 »Althaus schliesst mit ihrer Studie nicht nur eine Forschungslücke, sondern identifiziert ein Wanderungssystem und bietet erstmals für die Geschichte der weiblichen Arbeitsmigration aus Deutschland und Österreich eine dichte, fakten- und quellenreiche Darstellung.«, H-Soz-Kult, 02.10.2018



