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Description
Walfänger aus Nordamerika und Europa operierten im 18. und 19. Jahrhundert auch vor den Küsten Afrikas. Bei ihren Zwischenhalten zur Verproviantierung gingen die Seeleute, den imaginären Fährten ihrer Beutetiere folgend, Austausch- und Kommunikationsbeziehungen mit afrikanischen Küstengesellschaften ein. An Land wie auch an Bord der Schiffe zogen diese Kontakte tief greifende Veränderungen nach sich. In acht lokalgeschichtlichen Fallstudien erzählt Felix Schürmann von lange vergessenen Begegnungen und Interaktionen, in denen sich - über die Ozeane hinweg - ein bedeutender Unterstrom der Geschichte globaler Verflechtungen zu erkennen gibt. Walfänger aus Nordamerika und Europa operierten im 18. und 19. Jahrhundert auch vor den Küsten Afrikas. Bei ihren Zwischenhalten zur Verproviantierung gingen die Seeleute, den imaginären Fährten ihrer Beutetiere folgend, Austausch- und Kommunikationsbeziehungen mit afrikanischen Küstengesellschaften ein. An Land wie auch an Bord der Schiffe zogen diese Kontakte tief greifende Veränderungen nach sich. In acht lokalgeschichtlichen Fallstudien erzählt Felix Schürmann von lange vergessenen Begegnungen und Interaktionen, in denen sich - über die Ozeane hinweg - ein bedeutender Unterstrom der Geschichte globaler Verflechtungen zu erkennen gibt.Ausgewählt für die Shortlist des Opus Primum - Förderpreis der VolkswagenStiftung für die beste Nachwuchspublikation des Jahres 2017 InhaltEinleitung: Outward bound 7Passagen I: Wale jagen vor der Küste Afrikas S.491. Vom Walgrund zum Handelshafen: Walvis Bay, 1780-1860 S.812. Die Zuspitzung der Zwietracht: Delagoa Bay, 1780-1845 S.143Passagen II: Die Welt auf einem Walfänger erfahren S.1913. Stabilisierende Warenflüsse: Saint Augustin, Madagaskar, 1830-1860 S.2574. Der Provianthandel als Machtressource: Mutsamudu, Anjouan, 1835-1890 S.2915. Verheißung und Wagnis: Port Louis, Mauritius, 1789-1878 S.339Passagen III: An Land gehen S.3956. Im Zeichen der Abolition: Cabinda, 1850-1885 S. 4417. Die Herausbildung einer westafrikanischen Walfanggemeinschaft: San Antonio, Annobón, 1825-1950 S. 4858. Walfänger zu Migrationsvehikeln: Furna, Brava, 1770-1920 S. 537Schluss: Homeward bound S. 613Dank S. 621Quellenverzeichnis S. 623LiteraturverzeichnisS. 643Register S. 675 Felix Schürmann, Dr. phil., ist wiss. Mitarbeiter am LOEWE-Schwerpunkt "Tier - Mensch - Gesellschaft" der Universität Kassel. »Thus Schürmann's research fits well into the Africanist historiography that aims to question the dominance of the European actors in Africa.«, Journal of Namibian Studies, 06.08.2018 »Alles andere als grau ist das Bild, das Felix Schürmann vom Walfang und den Küstengesellschaften an den tiefen Stränden Afrikas [...] zeichnet. Dem [...] Historiker gelingt ein Narrativ, das in deutschsprachigen Dissertationen nur selten zu finden ist. [...] Richtungweisend für hoffentlich zahlreiche Forschungsergebnisse zur Geschichte des Walfangs.« Tanja Hammel, H-Soz-Kult, 26.04.2018 »Schürmanns Buch kann [...] nur jedem an der Geschichte des Walfanges, der Geschichte Afrikas, der Geschichte der frühen Globalisierung, der maritimen Umweltgeschichte, der Geschichte internationaler Beziehungen eindringlich empfohlen werden. [...] Schürmanns Verdienst ist es nicht nur, das Postulat von maritimer Geschichte als Globalgeschichte eingelöst zu haben, sondern darüber hinaus die Falle der Vernachlässigung der regionalen Differenzierung erfolgreich vermieden zu haben.« Ingo Heidbrink, H-Soz-Kult, 15.12.2017 »Felix Schürmann hat eine monumentale Studie vorgelegt, welche die gesamte 'Ära des Hochsee-Walfangs amerikanischen Stils' in primär sozial- und wirtschaftsgeschichtlicher Perspektive betrachtet, aber auch kulturelle Aspekte berücksichtigt und anregende Fragen zu Macht und Ungleichheit formuliert.« Arno Sonderegger, Sehepunkte, 15.01.2018 »Dieses Buch [...] entpuppt sich als die hervorragend gelungene Darstellung eines bislang unterbelichteten Teils der Wirtschaftsgeschichte. [...] Schürmanns wirtschaftshistorische Arbeit ist äußerst lesenswert und anregend, mitunter spannender als ein Roman, trotz des oft beklemmenden Inhalts.« Jochen Zenthöfer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2017



