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Eine Vereinheitlichung der Unternehmenskontrollsysteme in der EU ist bis heute an den gegensätzlichen Interessen der Mitgliedstaaten gescheitert. Inzwischen haben die Europäische Kommission und der Europäische Gerichtshof begonnen, eigenständig marktliberale Vorgaben zur Regulierung der Unternehmenskontrolle durchzusetzen. Benjamin Werner rekonstruiert diese Entwicklung anhand der Auseinandersetzungen um "Goldene Aktien" und das deutsche VWGesetz. Dabei deckt er die politischen Bedingungen auf, die es den supranationalen Organen ermöglichen, bedeutende Integrationsfortschritte gegen den Willen der Mitgliedstaaten zu erzielen.
(Table of content)
Inhalt
Vorwort9
Kapitel 1
Einleitung11
1.1Methodik und Datengrundlage der Untersuchung19
1.2Aufbau der Arbeit21
Kapitel 2
Europäische Integration und Unternehmenskontrolle25
2.1Was ist Unternehmenskontrolle?25
2.2Das Scheitern der politischen Integration30
2.3Der Erfolg der judikativen Integration43
Kapitel 3
Integration durch Recht: Forschungsstand und Forschungsbedarf 49
3.1Das Phänomen Integration durch Recht49
3.2Politikwissenschaftliche Erklärungen55
3.3Überzeugende Antworten?62
Kapitel 4
Die Kapitalverkehrsfreiheit: Vertragliche Grundlage für die judikative Integration im Bereich Unternehmenskontrolle67
4.1Der Vertrag von Rom: Der Kapitalverkehr als Domäne des politischen Integrationsmodus67
4.2Die Zurückhaltung des EuGH71
4.3Die Vertragsrevision von Maastricht als Aktivierung der judikativen Integration73
4.4Fazit78
Kapitel 5
Der Kampf um Goldene Aktien: Die Verwandlung der Kapitalverkehrsfreiheit in ein Instrument zur Liberalisierung
der Unternehmenskontrolle81
5.1Was sind Goldene Aktien?81
5.2Die Auseinandersetzung zwischen Kommission und Mitgliedstaaten85
5.3Die Urteile des EuGH106
5.4Fazit123
Kapitel 6
Der Streit um das VW-Gesetz127
6.1Die Bedeutung des VW-Gesetzes128
6.2Die Entstehung des EuGH-Urteils137
6.3Der Verlauf der Auseinandersetzung nach dem Urteil161
6.4Fazit169
Kapitel 7
Die Gründe für den Erfolg der judikativen Integration im Bereich Unternehmenskontrolle173
7.1Die aktivierende Rolle der Mitgliedstaaten174
7.2Die hohe Durchsetzungsfähigkeit der Kommission175
7.3Die Beharrlichkeit des EuGH180
7.4Die mangelnde Bereitschaft zum Widerstand bei den nationalen Verteidigern: Drei Mechanismen181
7.5Fazit: Die Stärke der Integration durch Recht189
Kapitel 8
Schlussbetrachtungen191
8.1Die Zukunft der Unternehmenskontrolle in der EU191
8.2Die judikative Integration als Instrument zur Realisierung eines liberalen (Alb-)Traums197
Interviews209
Literatur211



