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Description
Gefühle sind so alt wie die Menschheit. Aber was wissen wir über sie und welche Bedeutung messen wir ihnen bei? In diesem Band werden wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten analysiert, die Europäer seit dem 18. Jahrhundert über Affekte, Leidenschaften, Empfindungen und Emotionen führten. Dabei zeigt sich, wie eng dieses Gefühlswissen mit den sozialen, kulturellen und politischen Strukturen moderner Gesellschaften verknüpft ist und wie es sich mit ihnen wandelt. InhaltKapitel 1Gefühle definieren: Begriffe und Debatten aus drei Jahrhunderten . . . . . . . . . . 9Ute FrevertGefühls-Debatten in der Moderne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10Zusammenhangsvermutungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13Gefühle im Lexikon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16Gefühlswissen im Jahrhundert der Aufklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20Gefühlsbegriffe: Affekte, Leidenschaften, Emotionen . . . . . . . . . . . . . . 24Gefühls-Kontexte: Nationen, soziale Klassen, Geschlechter . . . . . . . . . 31Kapitel 2Topografien des Gefühls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41Monique ScheerInnen und Außen als Quellenbegriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44Gefühle in der Seele . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46In den Tiefen des Gemüts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51Zeitlichkeit und Tiefe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57Kapitel 3Gefühle zeigen, Gefühle deuten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65Anne SchmidtPerspektiven der Ästhetik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66Im Fokus der Aufklärer - die kommunikativen Funktionen des Gesichtsausdrucks . . . . . . . . . 69Die naturwissenschaftliche Wende . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78Neue und alte Fragen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88Kapitel 4Der Ursprung der Gefühle - reizbare Menschen und reizbare Tiere . . . . . 93Pascal Eitler»Unnöthige Zänckereyen«? Unterscheidungen undAnschlussunterscheidungen zwischen Menschen und Tieren . . . . . . . . . 95Eine Genealogie der Emotionen?Emotionengeschichte - Körpergeschichte - Tiergeschichte . . . . . . . . . . 101Geistige Triebe und dunkle Gefühle:Mensch-Tier-Unterscheidungen zwischen Physiologie und Psychologie 107Mitgefühl und Mitleid:Zur Pädagogisierung und Politisierung von Mensch-Tier-Verhältnissen 113Kapitel 5Gefühle heilen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121Bettina HitzerDer Mensch als Einheit in fragiler Balance:Ein frühneuzeitliches Konzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 124Die Einheit bröckelt - ein Übergang auf Umwegen:Das kurze 19. Jahrhundert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 127Neurosen, Psychosen und gefühllose Zellen: 1890-1930 . . . . . . . . . . . . 135Von unbewältigten Gefühlen, Adrenalinschüben und sonstigenStörungen: 1930-1990 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 142Die Geschichte geht weiter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 148Kapitel 6Alter(n) mit Gefühl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153Nina VerheyenGute Aussichten? Die glücklichen Alten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 153Die Pflege der Leidenschaften auf den Lebensstufen:Perspektiven des 19. Jahrhunderts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157Die Angst vor Affekten in Lebenskrisen:Perspektiven des 19. Jahrhunderts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 161Die Verwissenschaftlichung der Emotionen in allenLebensabschnitten: Perspektiven des 20. Jahrhunderts . . . . . . . . . . . . . 169Der Siegeszug des Sanguinikers . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177Kapitel 7Gefühlte Entfernungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179Benno GammerlGefühl als Getast:Emotionen, sinnliche Wahrnehmung und räumliche Nähe . . . . . . . . . . 181Gefühl zwischen Vereinzelung und Alliebe:Von der sub Ute Frevert ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft.Monique Scheer, Anne Schmidt, Pascal Eitler, Bettina Hitzer, Nina Verheyen, Benno Gammerl und Christian Bailey sind bzw.waren Mitarbeiter am Forschungsbereich »Geschichte der Gefühle« des MPIB; Margrit Pernau ist dort als Senior Researcher tätig. Der Forschungsbereich "Geschichte der Gefühle" hat 2008 seine Arbeit am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) aufgenommen, um die vielfältigen Aspekte von Gefühlen im Kontext von Zeit und Raum zu erforschen. In engem Gespräch mit anderen Disziplinen erkunden Historiker die Gefühlsordnungen der Vergangenheit. Sie gehen davon aus, dass Gefühle - Empfindungen und ihr Ausdruck - kulturell geformt und sozial erlernt werden, dass sie eine Geschichte haben und Geschichte machen. Was drängst du denn so wunderlich, mein Herz?
"Gerade im aktuellen Durcheinander verschiedenster Emotionsdiskurse mag es helfen zu rekonstruieren, wie das Reden über Gefühle eingeführt, verstetigt, kritisiert und umformuliert wurde. Die Lexika der letzten Jahrhunderte erweisen sich in den vielseitigen Beiträgen des Bandes als ausgesprochen ergiebige Quelle." Manuela Lenzen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2011)
Alles eine Frage des Gefühls
"Was uns zurzeit noch fehlt, ist genug historisches Gefühlswissen, nicht zuletzt, um unsere heutigen Empfindungen einbetten und relativieren zu können." Ute Frevert im Gespräch mit Eva Illouz (DIE ZEIT, 06.09.2012)



