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Description
(Short description)
(Text)
Im 19. Jahrhundert wurden in Deutschland öffentliche Gerichtsverhandlungen und moderne Strafgesetzbücher eingeführt; beides sollte für mehr Gleichheit vor dem Gesetz sorgen. Wie kam es zu diesem großen Umbruch und wie verlief er im Einzelnen? Diesen Fragen geht Rebekka Habermas am Beispiel des Diebstahls nach, der die Justiz im 19. Jahrhundert mehr beschäftigte als jedes andere Delikt. Sie rekonstruiert nicht nur die Logiken der Rechtsreformer, sondern auch die Motive der Diebinnen und Diebe, die Arbeit der Gendarmen, die Beweissuche der Juristen sowie den Anteil der Kriminologen und Journalisten am Prozess der Rechtsfindung. So zeigt sie, dass das moderne Recht von vielen Akteuren gestaltet wurde - bis hin zur Öffentlichkeit, die sich das Recht nahm, das Geschehen vor Gericht nach eigenen Maßstäben zu beurteilen.
(Table of content)
InhaltEinleitung: Fragen über Diebe, Reformer, Juristen und andereDas Interesse von Juristen, Kriminologen, Literaten und JournalistenHintergründe: Eigentum und RechtFolgen: Eigentum und Recht"Doing Recht"Maria Scherrer, Johannes Bernstein und einige Kinder vor GerichtErster TeilWas ist Diebstahl: Diebe und Diebinnen, Juristen und Fragen von Ehre und EigentumI.Wer sind die Diebe und Diebinnen und wer sind die Opfer?1.Leben und Überleben "on the margins"2.Die Opfer: Gute alte Bekannte?3.Heterogene ländliche Gesellschaften394.Die vielen kleinen Unterschiede im Dorf5.Diebstahl aus Not oder Diebstahl in Not?6.Die Bedeutung der DingeII.Wie kommt man vor Gericht - warum wird etwas aktenkundig?1.Ein Erfolg der Rechtsreformen?2.Emotionen und Ehre3.Eine Frage der Ehre?III.Der Diebstahl entsteht - von der Handlung zum Delikt1.Die "Übersetzungsproblematik" der Anzeige2.Was ist Eigentum - was ist Diebstahl?3.Diebstahl, Ehre und EigentumZweiter TeilWie wird Recht gemacht: Die BeweisproduktionIV.Techniken der Wahrheit - die langsame Verfertigung des modernen Rechtsstaates1.Was ist ein Beweis?2.Beweise: Strafregister, Leumundszeugnisse und Signalements3.Beweise: Hausdurchsuchungen und Tatortbegehungen: Die Spurensuche vor OrtV.Techniken der Wahrheit im Kontext anderer Wissensformationen: Wie übt man einen neuen Blick?1.Statistik und die Produktion des Massewesens2.Seelenlose Schimären in juristischen Fallgeschichten3.Kriminologie als Perfektion von juristischem und statistischem Diskurs und die Vervollkommnung der Praktiken der BeweisproduktionVI.Techniken der Wahrheit: Wie wird man Jurist und wie entsteht Eigentum?1.Juristen2.Verhöre oder: Wie entsteht Eigentum?3.Verhörprotokolle4.Die Voruntersuchung und das Machen von RechtDritter TeilIm Gerichtssaal oder: Was ist Recht?VII. Reformen für mehr Rechtsgleichheit, Gerechtigkeit und Öffentlichkeit?1.Die Strafprozessreform: Das Palladium der FreiheitVIII. Von der Bedeutungslosigkeit der Geschworenengerichte für die Justiz1.Vor welches Gericht?2."Abschließende Zusammenstellungen", "Anklageakte", "gedrängte Darstellung" und manches mehr - die Hauptverhandlung als Fortführung der Voruntersuchung mit anderen Mitteln?IX.Legitimität durch Verfahren1.Der Gerichtssaal als Ort der Wahrheit: Die Rolle des Publikums2.Geschworene - Kontrolle durch und nicht nur des Verfahrens3.VerteidigerX.Irritationen, Dissonanzen und Vermischtes: Mehr als nur Theater1.Zeuginnen, Zeugen und andere Kommunikationsprobleme2.Urteile oder: Von der Uneinheitlichkeit der Rechtssprechung3.Das Gericht und die Provinzpresse - die Dramen des Alltags4.Faits divers5.Reformen im Gerichtssaal: Das Gericht als paradoxer OrtSchluss: Die Entstehung der modernen Rechtsordnung, Diebe und EigentumDie Dynamiken der DiebstahlsprozesseLegitimität der RechtsfindungJurisdictional politicsDanksagungAnmerkungenBibliographieAbkürzungen der GesetzeAnhang



