Der Eichmann-Prozess in der deutschen Presse : Dissertationsschrift (Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts)

個数:

Der Eichmann-Prozess in der deutschen Presse : Dissertationsschrift (Wissenschaftliche Reihe des Fritz Bauer Instituts)

  • 在庫がございません。海外の書籍取次会社を通じて出版社等からお取り寄せいたします。
    通常6~9週間ほどで発送の見込みですが、商品によってはさらに時間がかかることもございます。
    重要ご説明事項
    1. 納期遅延や、ご入手不能となる場合がございます。
    2. 複数冊ご注文の場合は、ご注文数量が揃ってからまとめて発送いたします。
    3. 美品のご指定は承りかねます。

    ●3Dセキュア導入とクレジットカードによるお支払いについて
  • 【入荷遅延について】
    世界情勢の影響により、海外からお取り寄せとなる洋書・洋古書の入荷が、表示している標準的な納期よりも遅延する場合がございます。
    おそれいりますが、あらかじめご了承くださいますようお願い申し上げます。
  • ◆画像の表紙や帯等は実物とは異なる場合があります。
  • ◆ウェブストアでの洋書販売価格は、弊社店舗等での販売価格とは異なります。
    また、洋書販売価格は、ご注文確定時点での日本円価格となります。
    ご注文確定後に、同じ洋書の販売価格が変動しても、それは反映されません。
  • 製本 Paperback:紙装版/ペーパーバック版
  • 商品コード 9783593370019

Description

Der Prozess gegen Adolf Eichmann in Jerusalem sorgte 1961 für weltweites Aufsehen. Peter Krause untersucht die damalige Berichterstattung über den Prozess in der deutschen Presse und zeigt dabei, wie in der jungen Bundesrepublik die national-sozialistischen Verbrechen in der Öffentlichkeit reflektiert wurden.

Für die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und den nationalsozialistischen Verbrechen waren die großen Strafprozesse gegen diejenigen, die an den während der NS-Zeit begangenen Verbrechen beteiligt waren, besonders wichtig. Dazu zählt auch der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann in Jerusalem (1961). Eichmann war als Organisator der Judentransporte maßgeblich mitverantwortlich für die Ermordung der europäischen Juden.

Durch die Berichterstattung in den Massenmedien wurden die Ereignisse, die im Gerichtssaal thematisiert wurden, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Mehr noch: Sie wirkten durch die Art und den Inhalt ihrer Berichterstattung und Kommentare auch aktiv und entscheidend am Verlauf der öffentlichen Debatte über die nationalsozialistische Vergangenheit mit. Zeitungen und Zeitschriften spielten bis in die sechziger Jahre hinein eine besonders wichtige Rolle für die Herstellung von Öffentlichkeit.

Peter Krause geht in seiner Studie der Frage nach, wie in der bundesdeutschen Öffentlichkeit und besonders in der Presse - vor allem in der Frankfurter Allgemeinen, der Frankfurter Rundschau, der Süddeutschen Zeitung, der Zeit, dem Spiegel und dem Stern - die Verbrechen Adolf Eichmanns und der Prozess gegen ihn thematisiert wurden. Wurde der Prozess zum Anlass genommen, sich offen mit der "dunklen Vergangenheit" auseinander zu setzen oder forderte man einen "Schlussstrich"? Wurde versucht, die Verantwortung und Schuld der Deutschen zu ergründen oder wurde die Strategie verfolgt, Eichmann als den alleinigen Schuldigen darzustellen? Letztendlich geht es um die Frage, inwieweit der Prozess zum Anlass genommen wurde, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit und dem Verbrechen der Vernichtung der europäischen Juden auseinander zu setzen. Historischer Kontext1.Adolf Eichmann - Zur Person und Karriere im NS-Regime2.Flucht, Suche und Festnahme3.Der Pozeß3.1Die letzten Vorbereitungen3.2Die Anklage3.3Die Verteidigung3.4Das Urteil4.Kalter Krieg und "kalte Amnestie" - Der zeitgeschichtliche Hintergrund des Eichmann-Prozesses5.Politiker, Kirchen und Intellektuelle - Das breite Echo auf den Eichmann-Prozeß5.1Allgemeines5.2Stimmen aus der bundesdeutschen Politik5.3Die Reaktionen der christlichen Kirchen in Deutschland5.3.1Die Katholische Kirche5.3.2Die Evangelische Kirche5.4Intellektuelle zum Eichmann-Prozeß5.4.1Für ein Tribunal der Menschheit - Karl Jaspers zum Eichmann-Prozeß5.4.2Max Horkheimer - "...von dem Prozeß wird nichts Gutes kommen"5.4.3Hans Magnus Enzensberger - Auschwitz und Hiroshima5.4.4Hannah Arendt - Von der "Banalität des Bösen"Auswertung1.Allgemeine Vorbemerkungen2.Wer soll Eichmann vor Gericht stellen?2.1"Eichmann nach Deutschland!" - Pressestimmen gegen einen Prozeß in Israel2.2Stimmen gegen eine Auslieferung Eichmanns an die Bundesrepublik2.3Ein Plädoyer für ein internationales Tribunal3.Wer ist Adolf Eichmann - Hasserfüllter Antisemit oder pedantischer Bürokrat des Massenmordes?3.1Der Bürokrat der "Endlösung" und des Massenmordes3.2Judenmörder aus Überzeugung3.3Eichmann bleibt rätselhaft4."Eichmanns gab es viele": Die Entdeckung der Täter, Mittäter und Helfershelfer5.Exkurs: Die DDR-Presse und der Eichmann-Prozeß5.1Der DDR-Antifaschismus und der Eichmann-Prozeß5.2Die Berichterstattung5.2.1"Mit Eichmann steht Bonn vor Gericht"5.2.2Adolf Eichmann - Handlanger des Kapitals5.2.3"Ein Glück, dass es die DDR gibt" - Die DDR, das "bessere" Deutschland und eine "andere" Geschichte5.2.4Das Geheimabkommen - Oder: Die "Achse Bonn-Tel Aviv"6.Der Fall Eichmann und der Kalte Krieg - Die Reaktionen auf die Propaganda aus dem "Osten"7.Demütigung oder Chance - Zur unterschiedlichen Bewertung der Bedeutung des Eichmann-Prozesses8.Der Fall Eichmann und die Jugend8.1"Sie müssen es wissen" - Die Forderung nach historischer Aufklärung der Jugend8.2Die Jugend sollte nicht mit der Vergangenheit belastet werden - Henri Nannen zum pädagogischen Umgang mit dem Fall Eichmann9.Kritische Stimmen zur Prozessgestaltung10.Hinrichtung oder Begnadigung: Welche Strafe für Eichmann? Peter Krause, Dr. phil., Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, war persönlicher Referent der Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Heute ist er Mitarbeiter der Universität Konstanz.

最近チェックした商品