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Description
Als Toter in die Schlacht - und als Legende ins Herz eines Diktators: Eine Frau inszeniert den unmöglichen Sieg, ein Drehbuchautor entlarvt die Lüge der Unsterblichkeit. In der sengenden Hitze Valencias im Sommer 1099 liegt Rodrigo Díaz de Vivar, der legendäre El Cid, im Sterben. Doch sein Tod darf nicht das Ende bedeuten - nicht jetzt, wo die Almoraviden vor den Toren stehen. Seine Frau Jimena trifft eine ungeheuerliche Entscheidung: Der tote Held soll ein letztes Mal in die Schlacht reiten, aufrecht auf seinem treuen Pferd Babieca, um die Feinde in Schrecken zu versetzen und Valencia zu retten.Jahrhunderte später, im Madrid des Jahres 1961, ringt der Drehbuchautor Arturo Velázquez mit genau dieser Geschichte. Er soll für das Franco-Regime einen Film über El Cid schreiben - einen strahlenden Helden ohne Makel, ein Symbol für das neue Spanien. Doch je tiefer Arturo in die historischen Quellen eintaucht, desto mehr entdeckt er die Widersprüche: den verbannten Krieger, der für maurische Herrscher kämpfte, den Mann, der Könige verriet und sich mit Feinden verbündete. Unter dem wachsamen Auge des Ministeriums muss er entscheiden, welche Wahrheit er erzählen kann - und welche er verschweigen muss.Céleste Morneau verwebt in diesem atmosphärisch dichten Roman zwei Zeitebenen zu einem faszinierenden Gewebe aus Geschichte und Geschichtsschreibung. Mit präziser, poetischer Sprache erzählt sie vom Sterben der Helden und vom zweiten Tod, den sie erleiden, wenn ihre Geschichte umgeschrieben wird. "Helden sterben zweimal" ist eine eindringliche Meditation über Macht, Erinnerung und die Frage, wem die Vergangenheit gehört - und wer das Recht hat, sie zu formen.Ein außergewöhnlicher Roman über die Kunst des Erinnerns und die Gewalt des Vergessens. Céleste Morneau ist eine Autorin, deren Werk sich der Neuerzählung historischer Legenden widmet. Mit einem Fokus auf die psychologische Tiefe ihrer Charaktere erforscht sie die Grenzen zwischen Mythos und Menschlichkeit. Ihre Erzählweise verbindet literarische Ambition mit einer feinen Sensibilität für historische Atmosphäre. Morneau schreibt über jene Momente, in denen Größe und Zerbrechlichkeit aufeinandertreffen, und verleiht längst verstorbenen Helden eine unvergessliche Gegenwart. Sie lebt zurückgezogen und widmet sich intensiven Recherchen für ihre Projekte.



