Description
Dieses Buch nähert sich dem Gold nicht über Fördermengen oder Marktpreise, sondern über seine kulturelle und geistige Wirkungsgeschichte. Gold gehört zu den wenigen Stoffen der Natur, deren Wirkung weit über ihre materielle Beschaffenheit hinausreicht. Seit der Mensch erstmals auf das gelb schimmernde Metall stieß, begleitet es die Geschichte der Zivilisation wie ein leiser, aber beharrlicher Begleiter. Es ist selten, beständig und auffällig - Eigenschaften, die früh Aufmerksamkeit erregten und ihm eine besondere Stellung verliehen. Doch weshalb wurde ausgerechnet Gold zum Maßstab von Wert, Reichtum und Rang? Und warum übt dieses Metall bis heute eine Anziehungskraft aus, die weit über seinen praktischen Nutzen hinausgeht?Dieses Buch nähert sich dem Gold nicht über Fördermengen oder Marktpreise, sondern über seine kulturelle und geistige Wirkungsgeschichte. Es folgt den Spuren eines Stoffes, der zugleich Naturprodukt und Projektionsfläche ist: in Mythen, in religiösen Symbolen, in Herrschaftsinsignien und in der Sprache selbst. Vom ersten Fund eines glänzenden Nuggets bis zur modernen Vorstellung vom sicheren Wert hat Gold immer wieder Vorstellungen von Dauer, Macht und Kostbarkeit gebündelt.So entsteht das Bild eines Phänomens, das weniger mit Metallurgie als mit menschlicher Wahrnehmung zu tun hat. Der sogenannte Goldrausch erscheint dabei nicht nur als historisches Ereignis, sondern als Ausdruck einer tieferliegenden Faszination - einer Neigung, im Glanz eines seltenen Metalls etwas zu erkennen, das über seinen stofflichen Ursprung hinausweist. Gold wird so zum Spiegel einer kulturellen Idee: der Idee vom außergewöhnlichen Wert. Lutz Spilker wurde am 17.2. des Jahres 1955 in Duisburg geboren.Bevor er zum Schreiben von Büchern und Dokumentationen fand, verließen bisher unzählige Kurzgeschichten, Kolumnen und Versdichtungen seine Feder.In seinen Veröffentlichungen befasst sich Lutz Spilker vorrangig mit dem menschlichen Bewusstsein und der damit verbundenen Wahrnehmung. Ihn fasziniert die Tatsache, dass zu jeder weiteren Sekunde neue Erkenntnisse existieren.»Ich liebe die Sprache: Sie vermag zu streicheln, zu liebkosen und zu Tränen zu rühren. Doch sie kann ebenso stachelig sein, wie der Dorn einer Rose und mit nur einem Hieb zerschmettern.«



