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Description
Es gibt Bücher, die liest man nicht zur Unterhaltung - man erleidet sie. Theodor Plieviers "Stalingrad" ist ein solches Werk. Es gibt Bücher, die liest man nicht zur Unterhaltung - man erleidet sie. Theodor Plieviers "Stalingrad" ist ein solches Werk. Geschrieben im Jahr 1945, noch während der Rauch über den Trümmern Europas hing, ist dieser Roman kein Heldenepos, sondern eine radikale Inventur des menschlichen Zerfalls.Plievier verzichtet auf die falsche Romantik des Soldatenlebens. Er führt uns direkt in den Kessel, in die Kälte und den Hunger, dorthin, wo Ideologien vor der nackten Angst versagen. Seine Sprache ist ein Dokument des Schreckens, das den Leser packt und nicht mehr loslässt. Es ist die Stimme derer, die in den namenlosen Massengräbern der Geschichte verschwunden sind.In einer Zeit, in der das ferne Echo des Krieges wieder lauter zu werden scheint, bleibt "Stalingrad" ein unentbehrlicher Mahner. Es fordert uns auf, hinzusehen, wo andere wegsehen, und die bittere Wahrheit über den Krieg als das zu begreifen, was er ist: die totale Vernichtung des Menschlichen. Theodor Plievier war einer der wuchtigsten Chronisten des 20. Jahrhunderts, ein Mann, dessen literarische Stimme nicht in den Studierzimmern der Gelehrten, sondern in den Maschinenräumen der Schiffe und den Schützengräben der Weltgeschichte geformt wurde. Geboren 1892 im Berliner Arbeiterviertel Wedding, war Plievier Zeit seines Lebens ein Getriebener zwischen den Ideologien und Kontinenten. Sein Weg führte ihn früh hinaus in die Welt; als Seemann bereiste er Südamerika und lebte als Vagabund, bevor ihn der Erste Weltkrieg als Matrosen der kaiserlichen Marine verschluckte. Diese Erfahrungen mündeten 1930 in seinem ersten großen Erfolg "Des Kaisers Kulis", einem radikalen Antikriegsroman, der die Meuterei der Matrosen und das Elend der einfachen Soldaten ungeschönt darstellte.



