Description
Die Autobiographie Albrecht Erhardts zeichnet ein Bild der staatlichen Industrieorganisation im 19. Jahrhundert, seine Tochter Julie schildert mit ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen diese Zeit. Die Autobiographie Albrecht Erhardts, der als Verwalter die Königlichen Hüttenwerke Königsbronn (1849-53) und Wasseralfingen (1853-76) führte, zeichnet ein Bild der staatlichen Industrieorganisation in Württemberg und des Technologietransfers in Mitteleuropa inmitten einer patriarchal-fürsorglichen Gesellschaftsstruktur, die auch das Familienleben prägte. Daneben stehen die Kindheits- und Jugenderinnerungen seiner Tochter Julie, verh. Mayer, die im reflektierten Rückblick aus hohem Alter ihre Perspektive auf diese Zeit schildert. Beide beschreiben in lebendiger Sprache eine Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs. So ergibt sich in einer Mischung aus Gesellschaftsroman und Geschichtsschreibung ein hochinteressanter Einblick in ein Jahrhundert der technischen Entwicklungen und politischen Erschütterungen, das Württemberg und besonders Ostwürttemberg mit seiner Eisenindustrie bis heute prägt. Julie Mayer, geb. Erhardt, (1850 - 1924) schildert nach dem 1. Weltkrieg in ihren Kindheits- und Jugenderinnerungen die gleiche Familie und Gesellschaft aus der Perspektive einer Tochter - und dies im reflektierten Rückblick aus hohem Alter. Albrecht Erhardt (1819 - 1897) war Hüttenverwalter der Königlichen Hüttenwerke Königsbronn und Wasseralfingen. Er führte diese in ihrer Blütezeit, bis er im Jahr 1876 zu Krupp in Essen wechselte. Seine Autobiographie zeichnet ein Bild der staatlichen Industrieorganisation und des Technologietransfers in Mitteleuropa inmitten einer patriarchalen Gesellschaftsstruktur, die auch das Familienleben prägte. Diplom-Theologe, lebt in Aalen-Wasseralfingen und transkribiert Werke in Kurrent- und Sütterlinschrift aus Archiven und Nachlässen.



