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Description
223 Tote forderte der Absturz der Lauda Air Boeing "Mozart" am 26. Mai 1991. Neben einem Konstruktionsfehler an der Schubumkehr spielten wohl auch Wartungsmängel durch Lauda Air eine Rolle dabei. Mit 223 Toten ist der Absturz der "Mozart" der Lauda Air am 26. Mai 1991 kurz nach dem Start in Bangkok die schwerste Katastrophe der österreichischen Luftfahrt. Ursache für das Unglück war, dass sich die linke Schubumkehr im Flug geöffnet und die Maschine in die Tiefe gerissen hatte. Dass das überhaupt geschehen konnte, dafür war ein gravierender Konstruktionsfehler an der Schubumkehr der Boeing 767 verantwortlich. Lauda Air traf demnach keinerlei Schuld. Das ist das allgemein bekannte Narrativ. Doch diese Tragödie hat noch eine andere Seite. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Wien erstellte der seinerzeit renommierteste Flugsachverständige des Landes nämlich ein Gutachten, das es in sich hatte. Der Experte stellte darin als Ursache für das Auffahren der Schubumkehr "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" einen Leitungsschaden fest - und deckte außerdem auf, dass die "Mozart" deshalb schon seit Monaten technische Probleme hatte. Und nicht nur das: Die Techniker der Lauda Air verstießen bei ihren Arbeiten wiederholt gegen die Vorschriften von Boeing. Das vernichtende Urteil des Fachmannes: Die "Mozart" hätte wegen der vorhandenen Mängel schon seit Jänner 1991 gar nicht mehr fliegen dürfen. Der Technische Direktor der Lauda Air selbst hatte lange vor dem Unglück den enormen Druck des Managements beklagt und die Lauda Air acht Monate vor dem Absturz verlassen. Für dieses Buch konnte der Autor das hochbrisante Gutachten mit Unterstützung von Piloten und Technikern penibel auswerten. Patrick Huber zeichnet die Umstände des Todesfluges der "Mozart" akribisch nach und lässt 18 Zeitzeugen in sehr persönlichen Interviews zu Wort kommen. Ehemalige Mitarbeiter der Fluglinie zeichnen zum Teil ein katastrophales Bild von der Sicherheitskultur bei der Lauda Air und schildern etliche gefährliche Vorfälle. Abgerundet wird dieses investigative Standardwerk über den Absturz der Lauda Air mit rund 150 zum größten Teil niemals zuvor veröffentlichten Abbildungen. Patrick Huber ist seit den 1990er Jahren journalistisch tätig und zählt zu den profiliertesten Luftfahrtfotografen und Luftfahrtexperten Österreichs. Er ist Autor zahlreicher Sachbücher zu zivilen und militärischen Themen, darunter "Germanwings Flug 9525 - Absturz in den französischen Alpen", "Lufthansa Flug 540: Der erste Jumbo-Absturz", "Als der Tod vom Himmel stürzte - die Flugtagkatastrophe von Ramstein", "Pan Am Flug 103: Die Tragödie von Lockerbie", "Das Geheimnis von Malev Flug 240 - mysteriöser Absturz vor Beirut" und "Montana Austria - Österreichs vergessener Langstrecken-Pionier". Seine Bücher über das Flugtagunglück von Ramstein, den Absturz der Pan Am über Lockerbie und den ersten Crash einer Boeing 747 (Lufthansa, 1974, Nairobi) gelten in Fachkreisen als Standardwerke.



