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Description
Nach dem Tod ihrer Großmutter beginnt Mara, Veränderungen in ihrer Wahrnehmung festzustellen. Es sind keine Halluzinationen, keine Stimmen, keine Bilder, die sich aufdrängen. Nach dem Tod ihrer Großmutter beginnt Mara, Veränderungen in ihrer Wahrnehmung festzustellen. Es sind keine Halluzinationen, keine Stimmen, keine Bilder, die sich aufdrängen. Vielmehr sind es stille Gewissheiten - Augenblicke, in denen etwas feststeht, bevor es geschehen ist. Lange ignoriert sie diese Momente, ordnet sie Trauer und Erschöpfung zu.Als Mara jedoch aufgrund einer solchen Eingebung auf einem Spielplatz eingreift und damit ein Kind rettet, wird klar, dass ihre Wahrnehmung reale Konsequenzen hat. Gleichzeitig überschreitet sie eine Grenze, die sich nicht mehr rückgängig machen lässt. Was als intuitive Handlung beginnt, zieht Aufmerksamkeit nach sich - und Misstrauen.In der Klinik, in der Mara arbeitet, ebenso wie in ihrer Beziehung, beginnt ihr Umfeld, sie einzuordnen. Aus Fürsorge wird Kontrolle, aus Nähe Deutung. Gespräche verschieben sich, Entscheidungen werden ihr abgenommen, Zweifel gesät. Die Frage, was als real gelten darf, wird nicht mehr von ihr allein beantwortet.Mara zieht sich zurück - nicht aus Flucht, sondern aus dem Wunsch, bei sich zu bleiben. Doch Wahrnehmung ist keine Gabe ohne Preis. Sie fordert Verantwortung, Klarheit und die Bereitschaft, Entscheidungen zu tragen, auch wenn sie nicht beweisbar sind.Die Rabenfamilie ist ein leiser, psychologisch dichter Roman über Wahrnehmung und Macht, über Fürsorge und ihre Grenzen und über den Mut, sich selbst nicht zu verlieren, wenn die eigene Realität infrage gestellt wird Valerie, ist geprüfte psychologische Beraterin und Praxismanagerin. Sie arbeitet beruflich mit psychologischen Fragestellungen, zwischenmenschlichen Dynamiken und alltäglichen Entscheidungssituationen.Derzeit befindet sie sich in der Ausbildung zur Drehbuchautorin und Autorin. In ihren literarischen Arbeiten legt sie den Schwerpunkt auf Figurenentwicklung und die Darstellung unterschiedlicher Charaktere. Ausgangspunkt sind häufig alltägliche Situationen, in denen psychologische Prozesse sichtbar werden und zur Selbstreflexion anregen.Trotz der thematischen Tiefe bleibt ihr Schreiben stets nah am Menschen. Ein feiner, zurückhaltender Humor ist dabei Teil ihres Blicks auf Figuren und Situationen und schafft Distanz, ohne die Ernsthaftigkeit zu verlieren.



