- ホーム
- > 洋書
- > ドイツ書
- > Social Sciences, Jurisprudence & Economy
- > Economy
- > management
Description
Das Buch von Prof. Dr. Katrin Löhr nimmt ein Thema in den Fokus, das bislang in Deutschland kaum strategisch betrachtet wurde: die finanzielle Gesundheit von Mitarbeitenden. Während körperliche und mentale Gesundheit bereits selbstverständlicher Bestandteil betrieblicher Gesundheitsprogramme sind, bleibt finanzielle Bildung oft außen vor - mit spürbaren Folgen für Motivation, Leistungsfähigkeit, Fehlzeiten und Fluktuation.
Dieses Buch zeigt, warum Financial Wellbeing ein Zukunftsthema für Unternehmen ist - nicht nur im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht, sondern auch als strategischer Wettbewerbsvorteil im Employer Branding, der Unternehmenskultur und der langfristigen Bindung von Fachkräften. Es beleuchtet, wie sich finanzielle Unsicherheit direkt auf psychische Belastung, Engagement und Produktivität auswirkt - und welche aktive Rolle Arbeitgeber spielen können, um gegenzusteuern.
Neben fundierten theoretischen Grundlagen bietet das Buch praxisnahe Umsetzungskonzepte, Tools und Formate, die sich auch in kleinen und mittleren Unternehmen realisieren lassen. Anhand von Fallstudien, Interviews mit Personalverantwortlichen und wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht ein realistisches Bild davon, wie finanzielle Bildung konkret und wirkungsvoll in den Arbeitsalltag integriert werden kann (z. B. durch Lunch & Learn-Formate, digitale Selbstlernangebote oder die Verankerung in Onboarding- und Entwicklungsprogrammen).
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Messbarkeit: Wie lässt sich der ROI solcher Maßnahmen darstellen? Welche Kennzahlen und KPIs eignen sich, um den Nutzen finanzieller Bildungsangebote zu erfassen? Welche Argumente überzeugen Geschäftsführung und Betriebsrat?
Darüber hinaus berücksichtigt das Buch die DIN 77230 ("Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte") als normierten Rahmen, der insbesondere für die Auswahl externer Partner und die Qualitätssicherung von Bildungsinhalten in Unternehmen eine Rolle spielt. Die DIN dient als Referenz für Transparenz, Objektivität und Standardisierung - zentrale Kriterien für die professionelle Umsetzung von Financial-Wellbeing-Strategien im Unternehmen.
Das Buch soll Entscheidungsträger:innen in HR, Unternehmensentwicklung und Geschäftsführung ermutigen, finanzielle Bildung als strategisches Managementinstrument zu nutzen - für gesunde, engagierte Mitarbeitende und resiliente Organisationen.
Prof. Dr. Katrin Löhr ist Professorin für Finanzwirtschaft an der FH Dortmund und Vorständin der Deutschen Gesellschaft für Finanzkompetenz (DeGeFin). Sie gilt als Expertin für Financial Wellbeing und verankert finanzielle Bildung als strategisches Element in Unternehmen. Mit ihrer Initiative Neue Finanzwelt entwickelt sie Programme für unterschiedliche Zielgruppen - von Schüler:innen bis zu Beschäftigten. Sie ist Gründungsmitglied des Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB) und im Beirat des DIN-Normenausschusses Finanzen (NaFin). Zudem ist sie zertifizierte Aufsichtsrätin (Deutsche Börse AG) und im Aufsichtsrat der ÖKOWORLD AG tätig. Zuvor war sie acht Jahre in Finanzpositionen im In- und Ausland aktiv. 2005 gründete sie die Stiftung FINANCE FÜR KIDS.
Im Rahmen des Forschungsprojekts FINMA (Finanzbildung für Beschäftigte), das durch das Bundesverbraucherministerium gefördert wird, untersucht Löhr aktuell gemeinsam mit anderen Partnern die Wirkung von Financial Wellbeing in Unternehmen.
Mit Programmen wie FunnyMoney (für Schüler:innen, Auszubildende und Studierende), Financial Wellness (für Frauen) und insbesondere Financial Wellbeing (für Unternehmen und Beschäftigte) bringt Löhr finanzielle Bildung gezielt in unterschiedliche gesellschaftliche und betriebliche Kontexte. Ihr Fokus liegt darauf, finanzielle Resilienz als strategischen Erfolgsfaktor in Unternehmen zu etablieren - zur Stärkung der Mitarbeiterbindung, Reduktion von finanziellem Stress und Förderung von Chancengleichheit.
Pia Rosenthal absolvierte ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre in Dortmund und hat einen Masterabschluss in Business Administration for New Public Management. Im Rahmen ihrer Masterarbeit über das Thema "Entwicklung einer nationalen Strategie zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung in Deutschland" beschäftigte sie sich erstmals aus wissenschaftlicher Perspektive mit den Themen financial literacy und financial wellbeing. Auszüge der Arbeit hat sie 2024 gemeinsam mit Prof. Dr. Katrin Löhr in einem Buch mit dem Titel "Aufbruch Finanzielle Bildung - Wie Deutschland seine Chance jetzt nutzen kann. Ein wissenschaftlicher Beitrag zur Inspiration" veröffentlicht.
Im Sommer 2023 hat Pia Rosenthal eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Entrepreneurship und Ökonomische Bildung an der Technischen Universität Dortmund angetreten, um sich durch eine Promotion im Bereich der Ökonomischen Bildung noch intensiver mit Fragestellungen rund um die finanzielle Kompetenz auseinanderzusetzen. Seit Februar 2026 ist sie Mitglied einer internationalen Forschungsgruppe mit dem Schwerpunkt "financial literacy" an der Tallinn University of Technology und führt ihre Promotion dort im Rahmen eines PhD-Studiums fort. Darüber hinaus engagiert Pia Rosenthal sich als Mitglied verschiedener Institutionen wie der "Deutschen Gesellschaft für Ökonomische Bildung" und der Arbeitsgruppe "Dortmunder Tag der finanziellen Bildung".
Contents
Einleitung - Finanzielle Bildung ist so wichtig wie nie zuvor 9 Teil I Kontext und Relevanz: Warum Finanzbildung heute zentral ist
1. Finanzielle Bildung: Grundlagen, Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz 19
2. Financial Wellbeing: Finanzielle Bildung als Grundlage finanziellen Wohlbefindens 35
3. Der wirtschaftliche Druck auf Beschäftigte und warum finanzielle Bildung ein Teil der Lösung ist 41
Exkurs: Mit Performance Pay in Echtzeit die Motivationslücke schließen 48
4. Finanzielle Bildung aus Verbraucherschutzsicht 57
5. Vom Ruhestand zur Langlebigkeit (Longevity) 63
6. Sustainable Financial Wellbeing: Die doppelte Rendite 71
7. Zusammenfassung Teil I: Warum Finanzbildung heute zentral ist 77
Teil II Umsetzung in der Praxis: Financial Wellbeing am Arbeitsplatz
8. Zielgruppen im Unternehmen identifizieren 83
9. Analyse von Finanzbedarfen - mit System 101
10. Formate und Methoden in der Praxis 127
Exkurs: Finanzielle Bildung vs. Finanzberatung - eine notwendige Unterscheidung 129
11. Financial Wellbeing in bestehende Programme integrieren 151
12. Kommunikation und Kulturwandel 159
13. Zusammenfassung Teil II: Financial Wellbeing am Arbeitsplatz 167
Teil III Strategie und Wirkung: Financial Wellbeing im Unternehmen verankern
14. Financial Wellbeing strategisch verankern 171
Exkurs: Financial Wellbeing als Ausdruck sozialer Verantwortung 180
15. Wirkung messen und argumentieren 189
16. Vom Konzept zur Realität: Financial Wellbeing in der Praxis 195
17. Case Studies - Diese Beispiele aus der Praxis zeigen: Financial Wellbeing funktioniert 199
Case Study 1: Tesco (UK) - Financial Wellbeing als mehrjähriges Strategieprogramm 199
Case Study 2: Leek Building Society (UK) - Financial Wellbeing als Kern der Benefits-Strategie 204
Case Study 3: SIA Engineering (Singapur) - Ruhestandsplanung im Mittagsformat 207
Case Study 4: AutoNation (USA) - Notfallreserven als Benefit für 24.000 Mitarbeitende 209
Case Study 5: BlackRock Emergency Savings Initiative(ESI) - Wie Auto-Enrollment Wirkung entfaltet 212
Case Study 6: Earned Wage Access - Liquidität mit Verantwortung gestalten 215
Case Study 7: West London NHS Trust - Vom Survey zur spürbaren Unterstützung 219
Case Study 8: ADP/Wisely - Emergency Savings durch Payroll-Integration 221
Zusammenfassung der Fallstudien: Zentrale Wirkmechanismen & Learnings 224
18. Zusammenfassung Teil III: Financial Wellbeing im Unternehmen verankern 233
Abschluss: Financial Wellbeing - Kompass für eine neue Ära der Arbeitswelt und Lebensgestaltung 237
Danksagung 247
Die Autorinnen 249
Literatur- und Quellenverzeichnis 251
Stichwortverzeichnis 259
Stimmen zum Thema und zum Buch 261



