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Description
Mégier bietet eine neue, betont textnahe Lesung einer Reihe von Schriften - von der Chronik des Eusebius und Hieronymus bis zu der Geschichte von den zwei Staaten Ottos von Freising. Heilsgeschichte - nicht (nur) die Entwicklung eines generellen göttlichen Plans? Elisabeth Mégier bietet eine neue, betont textnahe Lesung einer Reihe von Schriften, die mit der Geschichte befasst sind und der lateinischen Kirche der Spätantike und des früheren Mittelalters zugehören - von der Chronik des Eusebius und Hieronymus bis zu der Geschichte von den zwei Staaten Ottos von Freising. Sie ist geeignet, den in der modernen Mediävistik üblicherweise verwendeten Begriff der Heilsgeschichte in Frage zu stellen. Eine eingehende Analyse der Texte, mit besonderer Aufmerksamkeit auf den unterschiedlichen Wortgebrauch der Autoren, legt vielmehr nahe, diesen Begriff über die teleologische Sukzessionsgeschichte nach Oscar Cullmann hinaus zu erweitern. Sie führt zu der Annahme zweier verschiedener - wenn auch gleicherweise von Eusebius von Caesaraea ausgehender - Traditionen christlicher Weltgeschichtsschreibung: die eine konzentriert sich auf die Abfolge der Herrscher und Reiche, die andere hat Raum für die Vielheit des Vorfallenden, was auch geneigt macht, Heilsgeschichte nicht (nur) als die Entwicklung eines generellen göttlichen Plans, sondern (auch) als die Permanenz göttlicher Gegenwart in allen Einzelheiten der Menschengeschichte zu verstehen. Die Betrachtung im Einzelnen gibt auch die Gelegenheit, das Thema des göttlichen Wirkens mit dem der menschlichen Sünde und der göttlichen Vergebung zu bereichern und damit die historische und theologische Anwendung des Begriffs einander näherzubringen.
Elisabeth Mégier hat Geschichte in Wien, Göttingen und Poitiers studiert, sie ist Mitglied des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, des Mediävistikverbands, der Société pour l'Étude de la Philosophie Médiévale, der Society for the Study of the Bible in the Middle Ages, der Görresgesellschaft und der Internationalen Gesellschaft für Theologische Mediävistik und Korrespondentin der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Anthropologie Historique du Long Moyen Âge). Sie arbeitet als "independent scholar" auf dem Gebiet der mittelalterlichen Geschichtsschreibung und Bibelauslegung.
Geboren in Wien 1932
Studium der Geschichte und Germanistik in Wien und Göttingen
Doktorat 1955
Diplom des Instituts für österreichische Geschichtsforschung 1959
Mitarbeit bei den Monumenta Germaniae historica (Edition der Stauferurkunden) 1957-1962
Stipendium am Centre d'Études supérieures de Civilisation médiévale, Poitiers, 1963-1965
Unterbrechung der wissenschaftlichen Tätigkeit aus familliären Gründen 1965-1980
Wiederaufnahme als "independent scholar" seit 1981
Member des Institute for Advanced Study, Princeton 2002-2003 und Fellow des Notre Dame Institute for Advanced Study 2011
Mitglied des Mediävistenverbands, der Société pour l'Étude de la Philosophie Médiévale, der Görresgesellschaft und der Internationalen Gesellschaft für Theologische Mediävistik
Dr. Volker Henning Drecoll ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität Tübingen.


